Archiv für Oktober 2008

Die Führungskraft neuen Typs

Mittwoch, 29. Oktober 2008 von Waltraud Wagner

Das wahre Ziel einer Führungspersönlichkeit neuen Typs besteht darin, den Bedürfnissen anderer zu dienen - besonders denen der Mitarbeiter. Daher ist es die wichtigste Aufgabe der Führungskraft, als Quelle von Inspiration, persönlicher Entwicklung, Unterstützung und Orientierung ihrer wichtigsten Kunden zu handeln - und diese Kunden sind die Mitarbeiter. Sonst wäre die Führungskraft überflüssig - denn über die Arbeit selbst, über Ziele, Technologien, erwünschte Ergebnisse und professionelles Können wissen die meisten Mitarbeiter mehr als ihre Vorgesetzten. Ihre Mitarbeiter oder Teammitglieder sind die Kunden der Führungskräfte neuen Typs, und die Führungskräfte neuen Typs streben danach, dass sie den äußeren und inneren Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter entsprechen oder sie noch übertreffen. Die Führungspersönlichkeit neuen Typs betrachtet Führung als dienende Rolle. Sie sagt: “Ich bin ihr Vorgesetzter. Was kann ich für sie tun?”

aus “Ispirieren statt motivieren” - Lance Secretan

Lehrer auf der Anklagebank

Sonntag, 26. Oktober 2008 von Rolf Söder

In der aktuellen Ausgabe des “Stern” wird trendgerecht die Forderung gestellt: “Neue Lehrer braucht das Land!”

Ich habe selbst zwei Söhne, die immer wieder “Geschichten” über das Verhalten von Lehrern erzählen.  Kommende Woche steht ein Termin an, dem ich das erste Mal mit dem Gefühl “Der kriegt ne volle Breitsseite!” entgegen gehe. Gerade frage ich mich, was an der ganze Debatte dran ist.

Umfragen beschreiben ein Szenario, dass mich erschaudern lässt:

Lehrer werden etwa 80% der Studenten, weil sie viel Freizeit und Jobsicherheit haben werden. Okay, das sind stichhaltige Argumente, aber das reicht offensichtlich nicht, um einen guten Job zu machen! Ansonsten würden nicht so viele mit psychischen Problemen zu tun haben.

Ich frage mich auf der anderne Seite auch, was die Gründe sind, das sich so wenig Lehrer aufmachen, und versuchen an sich zu arbeiten.

Nach einigen ehrenamtlichen Trainings mit Referendaren ist es mir ein Rätsel, wie man mit mit Mitte 20 glauben kann, Sicherheit im Stoff ist das allein selig machende? Die Liebe zum Fach, ob es nun Latein oder Mathe oder Biologie ist, ist wichtig.

Ohne die Liebe zu Kindern und Schülern nützt das meiner Erfahrung nach gar nichts.

Ich frage mich auch, weshalb  wenige Lehrer sich persönlich weiterbilden. Oder sind das gar nicht so wenige? Kennt jemand Statistiken, die man zitieren könnte?  Am Geld und an der Freizeit kann es doch nicht liegen, oder?

Und für alle Deutschlehrer gleich vorab: Ja, meine Interpunktion und mein Satzbau sind eher emotional als regelgerecht!

Also wer diskutiert mit?

Einen Coach auswählen

Freitag, 24. Oktober 2008 von Rolf Söder

Bei der Auswahl eines Coaches sollte man so wenig wie möglich dem Zufall überlassen, sondern genau prüfen, wen man als Unterstützung auswählt. Dabei sind folgende Punkte hilfreich, den oder die Richtige zu finden:

Bevor Sie sich entscheiden, vergleichen sie wenn möglich verschiedene Anbieter und deren Angebote. Gerade in Preis und Vorgehensweise gibt es beträchtliche Unterschiede.

Bringen Sie in Erfahrung welche Ausbildung und Berufserfahrungen der Anbieter gemacht hat. Fragen Sie auch nach Referenzen. Diese sollte der Coach nennen können und trotzdem die Vertraulichkeit wahren.

Machen Sie sich ein Bild welchen beruflichen Ursprung der Coach hat und fragen Sie sich, ob fachliche  Nähe für Ihr Thema hinderlich oder förderlich sein könnte. In der Regel ist die fachliche Nähe gut, um schnell Zugang zu finden zum Coachee, danach ist sie nicht mehr relevant.

Lassen Sie sich über die Qualifikation des Coaches informieren. Fragen Sie,  welche Ausbildungen  Coach besitzt. Fragen Sie nach Mitgliedschaften in Berufsverbänden. Dies ist jedoch keine Garantie, sondern nur eine Hilfe. Es gibt begnadete Coaches ohne irgendein Zertifikat und welche am anderen Ende der Skala mit nationalen und internationalen Auszeichungen.

Ein schriftliches Konzept ist nicht unbedingt erforderlich, auf jeden Fall sollten Sie aber ein schriftliches Angebot fordern.

Ein Coach sollte Vertraulichkeit ausstrahlen, denn sie ist oberstes Gebot in seiner Arbeit. Wenn der Bewerber also viele Geschichten aus seiner Praxis erzählt und womöglich noch Auftraggeber dazu nennt………… sollten Sie nicht lange überlegen.

Zu guter letzt, fragen Sie sich, was Sie noch bräuchten, um sich zu entscheiden. In solchen Fällen kann auch ein erstes Porbecoaching vereinbart werden, nachdem man sich endgültig festlegt.

Wie wir leben so atmen wir…

Donnerstag, 16. Oktober 2008 von Julia Volland

Der Atem ist unser wichtigstes LebensMittel.

Als Neugeborene atmen wir instinktiv tief und ruhig. Im Laufe des Lebens geht jedoch vielen Menschen der Zugang zu diesem natürlichen Atmen verloren. Stress, Hektik, stundenlanges Sitzen führen zu flacher, hastiger Atmung. Anstatt die Lungen und den Blutkreislauf ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen und Giftstoffe auszuscheiden wird lediglich verbrauchte Luft in den Atemwegen hin und hergeschoben. Sauerstoffmangel, Müdigkeit, Konzentrationsschwächen sind die Folgen.

In östlichen Kulturkreisen sind seit Jahrtausenden Atemübungen bekannt, die auf ruhiges, fließendes Atmen abzielen und den Menschen so in Einklang mit sich und der Umwelt bringen sollen.

Im westliche Kulturkreis wurde die Bedeutung des Atems erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder erkannt. Die Lehre des erfahrbaren Atems nach Prof. Ilse Middendorf, die Atem- und Stimmschulung nach Schlaffhorst und Andersen, die Körper- und Atemarbeit nach Elsa Grindler, um hier nur einige zu nennen, beschäftigen sich mit der Wiederherstellung der natürlichen Vollatmung. Dies geschieht über ein stufenweises Heranführen, beginnend mit dem Spüren des eigenen Atems. Muskelverspannungen, die die Atmung blockieren werden durch Entspannungs- und Bewegungsübungen gelöst, damit der Atem frei fließen kann. Durch Nasenatmung wird eine verlangsamte, vertiefte Atmung bewirkt, das Zwerchfell wird trainiert, der gesamte Atemraum - Brustraum, Bauch, Flanken, Rücken - wird ausgefüllt.

Der natürliche dreiteilige Atemrhythmus, Einatmen - Ausatmen - Pause, wird unterstützt. Gestresste Menschen haben oft nur einen zweiteiligen Rhythmus, es fehlt die Ruhephase. Man gerät aus dem Gleichgewicht.

Wie wir atmen so leben wir…

Unsere Atmung ( Atemtiefe und -ryhythmus) reflektiert unseren körperlich-seelischen Zustand:

Wir atmen erleichtert auf, wenn wir eine Herausforderung gemeistert haben; uns stockt der Atem vor Schreck; wir schnauben vor Wut…

Die Atmung läuft unbewusst ab, kann aber auch bewusst beeinflußt werden, d.h. wir können uns über unsere Atmung selbst beruhigen und entspannen und dadurch auch gelassener mit Stresssituationen umgehen.

Was dem Atem gut tut - natürliche Atemimpulse

Lachen, Gähnen, Niesen sind 3 heilige Handlungen (Heraklit)

Singen - unterstützt den natürlichen Atemrhythmus und macht gute Laune.

Lachen - eine der besten Atem- und Stimmübungen. Entspannt und trainiert das Zwerchfell.

Gähnen, Seufzen - Das tiefe Einatmen und das langsame Ausatmen lösen Verspannungen und fördern die   Sauerstoffzufuhr.

Julia Volland

Tapferkeit vor dem Chef….

Donnerstag, 02. Oktober 2008 von Rolf Söder

heißt ein aktueller Artikel in der Ausgabe der PSYCHOLOGIE HEUTE. Dort werden wieder einmal, weil es ja so hipp ist, die Vorgesetzten in Deutschland an den Pranger gestellt.

Deutschland gilt als Land der schlechten Chefs, das hat auch schon die Süddeutsche Zeitung in einer Studie festgestellt. Nur zwei Befragte von 10 fanden die Führungskultur in ihrem Unternehmen als rundum positiv.

Unzählige Mitarbeiter leiden also unter unfähigen und inkompetenten Vorgesetzen und Chefs. Diese sind nicht gut ausgebildet und im Sozialverhalten einfach Nieten - Frauen, genauso wie Männer. Daher brauchen die armen Mitarbeiter Tipps wie sie überleben können, in einem Umfeld von Intriganten, Zicken und Mistkerlen von Chefs.

Mich würde interessieren, ob es auch andere Fälle gibt?

Vielleicht traut sich sogar jemand etwas positives über seinen Chef oder Chefin zu schreiben?

Vielleicht sogar nicht anonym?

Das wäre ja auch so eine Art “Tapferkeit” vor dem Chef!

Viele Grüße Rolf Söder