Der Begriff “unconscious mind” = das Unbewußte, ist inzwischen fest mit der Person M. Erickson verknüpft; denn er hält das Unbewußte für intelligenter als das Bewusstsein. Dieser Standpunkt hätte Erickson in der Kollegenschaft unmöglich gemacht, wäre er als Therapeut nicht so erfolgreich gewesen. Anders als seine Kollegen ging er nicht davon aus, dass Einsicht in unbewusste, unterdrückte Ideen für Veränderung wichtig sei. Nach diesen positiven Wertungen des UB = Unbewussten durch Milton Erickson sollen weitere Aktiva der unbewussten Schichten aufgezeigt werden. Das UB braucht Erfolg als Befriedigung. Wenngleich ihm mehr Intelligenz als dem Bewussten zugeschrieben wird, bleibt es ganz menschlich. Es mag, es genießt, ect…. Ja, es wird ihm neuerdings sogar eine Krebszellen erkennende und diese zerstörende Kraft zugeschrieben.
Das UB ist auch kollektiv denkend (JUNG), so wie die Kunst auch aus dem kollektiven UB des Volkes entsteht. Aber es beinhaltet doch vorwiegend persönlich gemachte Erfahrungen, registriert Frustration, vergisst nichts! Dadurch entsteht die persönliche Einmaligkeit eines jeden Menschen.
E: Rossi sieht das UB als tiefe Schatzkammer von Weisheit, Lernfähigkeit und Potential zur Heilung. Für ihn kommen starke heilende Kräfte aus dem UB. Es hat auch “lange Ohren”, d.h. es bekommt alles mit. Das UB hat mehr Erfahrungen als das Bewusstsein, weil alles ins UB rutscht und nichts vergessen wird.
Das UB weiß, was wirklich wichtig ist. Es erkennt Fähigkeiten. Wenn in Trance das UB die Dominanz erhält, tritt das Bewußte mit all seinen Konventionen und Zwängen zurück. Damit entstehen freie Valenzen zur Heilung.