Archiv für Januar 2009

Coaching bei Kündigung, Outplacement-Coaching

Dienstag, 27. Januar 2009 von Rolf Söder

OHJEH, mir ist gekündigt worden?!?!
Zur Zeit der Finanzkrise, die eigentlich gar keine ist, trifft eine Kündigung auch qualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte, weil ganze Hierarchiestufen abgebaut werden. Jüngere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen  erfahren vielleicht erstmals, dass Karriere nicht mehr nur in geregelten, jahrzehntelangen Bahnen verläuft, sondern durchaus ein “Auf” und “Ab” sein kann.
Die Gründe, dass ein Unternehmen Personal reduziert und Mitarbeiter entlässt, sind Firmenübernahmen, Insolvenzen, Verlagerungen von Arbeitsplätzen an andere Standorte, Absatzschwierigkeiten, Rationalisierung und andere Gründe mehr.

Hier setzt das sog. Outplacement-Coaching an, dass dem Coachee neue Perspektiven eröffnen soll:

Voraussetzung für ein solches Coaching ist, dass es dem Unternehmen wichtig ist, nach innen wie nach außen das Bild eines fairen, sozialverträglichen und verantwortungsvollen Vorgehens glaubwürdig zu vertreten.

Dabei kann an den folgenden Themen mit dem Coachee ganz nach individuellem Bedarf, meist über einen Zeitraum von 3-6 Monaten gearbeitet werden:
• Verarbeitung des Arbeitsplatzverlustes
• Istanalyse mit Qualifikationen und Ressourcen
• Selbstbild/Fremdbild-Bestimmung
• Weiterbildungsbedarf prüfen
• Berufliche Zieldefinition
• Begleitung in der Bewerbungsphase

Durch eine solche Unterstützung tun sich neue Perspektiven auf und so wird aus der vermeintlichen Krise eine Chance zur Neuorientierung. Hierbei richtet sich ein Outplacement Coaching an Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen, wenn beide Parteien fair und respektvoll miteinander umgehen wollen.

Coaching bewerben

Dienstag, 27. Januar 2009 von Rolf Söder

In einem Artikel der Zeitschrift “Wirtschaft und Weiterbildung” wird das Thema Werbung und Marketing für Coaches thematisiert, und zwar in der Form, dass es für Coaches besonders schwer wäre, Ihre eigenen Dienstleistungen zu bewerben. Es wird behauptet, ein Coach muss auf die indirekte Kommunikation ausweichen, also über Referenzen arbeiten, um glaubwürdig zu sein.

Eigenlob stinkt in unserer Gesellschaft, behauptet der Autor Dr. Stefan Kühl, und damit liegt er natürlich uneingeschränkt richtig.  Allerdings verstehe ich nicht, was daran besonders sein soll für einen Coach, vergleicht man die Tätigkeit mit anderen freien Dienstleitungs-Berufen wie Steuerberater oder Anwalt. Auch dort sind Referenzen das wohl stärkste Mittel zur Neukunden-Gewinnung.

Daneben funktionieren bei mir und meinen Kollegen durchaus Akquisen, die auf der Darstellung der eigenen Kompetenz basieren,  beispielsweise bei der Präsentation in einem Unternehmen oder in einem ersten unverbindlichen Gespräch mit einem potentiellen Coachee. Darauf aufsetzend wird dann öfters noch der direkte Kontakt zu einer Referenz-Person gesucht.

Solange es in Deutschland keine staatlich oder wie auch immer institutionalisierte Qualitätskontrolle gibt, wird das Feld “Coaching” kein einheitliches Gesicht haben. Daher bleibt einem Interssenten oder potentiellem Coachee/Klient nichts anderes übrig, als sich genau zu informieren, und das am besten beim Coach und zusätzlich mit Referenzen. Im übrigen ist das nicht anders, wie bei der Suche nach einem kompetenten Anwalt, Arzt oder Handwerker. Und dort gibt es diese klaren und sauberen Regeln bzw. Gesetze.

Der Artikel erscheint mir ein wenig zur Promotion des eigenen Buchs von Herr Dr. Kühl veröffentlicht worden zu sein - im übrigen auch ein Form der Werbung: Artikel in Zeitschriften oder im Internet schreiben!

Seminarankündigung: MiniMax Interventionen

Dienstag, 13. Januar 2009 von Rolf Söder

Dr. Manfred Prior, Leiter des Milton Erikson Instituts in Frankfurt,  hat die sogenannten MiniMax Interventionen entwickelt, mittlerweile sind diese zu einem häufig angewendeten Konzept für Coaches und Trainer geworden.

Dabei geht es darum Probleme schnell überschaubar zu machen - und zwar für Coach und Coachee - um somit das Denken in Richtung einer Lösung zu bringen. MiniMax-Interventionen sind im Grunde eine Fragetechnik, die

- Ziele klären

- Coach und Coachee das Problem besser verstehen lassen

- Besserungen gezielt und schnell beschreiben

- Erfolge erzählbar machen

Diese Interventionstechnik ist sehr gut kombinierbar mit dem Meta-Modell aus dem NLP oder anderen lösungsorientierten Fragetechniken.

Der Deutsche NLP Coaching Verband veranstaltet am 04.-05. Mai 2009 ein zweitägiges Seminar mit Dr. Prior zu seinen MiniMax-Interventionen.

Mehr dazu erfahren Sie unter MiniMax-Interventionen

Die wichtigen Dinge im Leben…

Freitag, 02. Januar 2009 von Julia Volland

Die Geschichte vom Blumentopf und dem Bier

Wenn die Dinge in Ihrem Leben immer schwieriger werden, Ihr Alltag immer hektischer wird, wenn 24 Stunden am Tag nicht genug sind, erinnern Sie sich an den “Blumentopf und das Bier”.

Ein Professor stand vor seiner Philosophie Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich.

Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr grossen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen. Er fragte die Studenten, ob der Topf nun voll sei. Sie bejahten es.

Dann nahm der Professor ein Behältniss mit Kieselsteinen und schüttete diese in den Topf. Er bewegte den Topf sachte und die Kieselsteine rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei. Sie stimmten zu.

Der Professor nahm als nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den Topf. Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum. Er fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig “ja”.

Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete den Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten.

“Nun”, sagte der Professor, als das Lachen langsam nachließ. “Ich möchte, dass Sie diesen Topf als die Repräsentation Ihres Lebens ansehen.

Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche falls in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch erfüllend wäre.”

“Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten.”

“Falls Sie den Sand zuerst in den Topf geben”, fuhr der Professor fort, “hat es weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben.

Wenn Sie alle Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie auf die Dinge, welche Ihr Glück gefährden.

Spielen Sie mit den Kindern, Nehmen Sie sich Zeit für eine medizinische Untersuchung. Führen Sie Ihren Partner zum Essen aus. Es wird immer noch Zeit bleiben um das Haus zu reinigen oder Pflichten zu erledigen.

Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand.”

Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen,  was denn das Bier repräsentieren soll. Der Professor schmunzelte: ” Ich bin froh, dass Sie das fragen. Es ist dafür da, Ihnen zu zeigen, dass, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es immer noch Platz hat für ein oder zwei Bierchen.”

In diesem Sinne wünsche Ich Allen ein erfülltes Jahr 2009.