Archiv für Februar 2009

Coaching und NLP in der Toskana

Samstag, 21. Februar 2009 von Rolf Söder

Vom 22.-29. August 2009 veranstalten wir die nächsten NLP Coaching Tage in der Toskana. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Menschen, die bereits Erfahrungen im Coaching oder mit dem Kommunikationsmodell NLP gesammelt haben, wie auch an diejenigen, die einen Einstieg in die Themen suchen. Auch als Begleitung oder Ergänzung zu einer NLP oder Coaching Ausbildung sind dei NLP Coaching Tage gut geeignet.

Unsere Seminar-Location, das 4 Sternehotel Fattoria Belvedere ist eine restaurierte Ölmühle mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten. Etwa 60km südöstlich von Pisa entfernt, ist die Fattoria gut per Flugzeug zu erreichen. Zum Strand sind es etwa 15km und nach Florenz 110km.

Grundlegende NLP Methoden, wie bspw. Ankern, Reframing, Teilemodell, oder Trance werden erklärt und mit Übungen im Plenum, zu zweit oder in Kleingruppen vertieft. An allen Tagen ist Raum und Zeit für eigene Anliegen. Die Seminarzeiten sind so gewählt, dass Freizeit zur Verfügung steht, um Umgebung und toskanische Lebensart zu geniesen.

Die Teilnahme-Gebühr beträgt 595€, Übernachtungen mit Halbpension im Doppelzimmer kostet 49€. Wer seine Unterbringung selbst organiseren will, kann selbstverständlich nur den Kurs buchen.

Weitere ausführliche Infos sind zu finden unter http://www.mindmarketing.de/training-nlpcoachingtage.html

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Mittwoch, 18. Februar 2009 von Julia Volland

Von der Fachkraft zur Führungskraft -  Ein Karriereschritt mit vielfältigen neuen Aufgaben und Herausforderungen

  • War bisher vor allem das fachliche Know-how gefragt, treten nunmehr die Führungs- und Sozialkompetenzen in den Vordergrund.
  • War die Fachkraft bisher nur für die eigene Leistung verantwortlich, so trägt die Führungskraft jetzt Verantwortung für die Leistungen aller Teammitglieder.
  • Frühere Kollegen sind nun Mitarbeiter, ein Rollenwechsel mit Chancen und Risiken. Wie findet man das richtige Maß zwischen Kollegialität und Autorität?
  • Die junge Führungskraft findet sich plötzlich im Spannungsfeld der Erwartungen, zum einen von Seiten des eigenen Vorgesetzten und der Unternehmensleitung, zum anderen von Seiten der früheren Kollegen. Kann man es allen immer Recht machen?

Dies sind nur einige Aspekte mit denen sich die neu ernannte  Führungskraft konfrontiert sieht.

Wie erfolgreich der Rollenwechsel für alle Beteiligten von statten geht, hängt vor allem davon ab, ob und wie der Kandidat auf seine neuen Aufgaben vorbereitet wird und welche Unterstützung er während der schwierigen Anfangsphase erhält.

Leider treten aber immer noch „junge” Führungskräfte ihre neue Position weitestgehend unvorbereitet an, werden sozusagen ins Kalte Wasser geworfen. Dann heißt es, sich freischwimmen oder untergehen. In beiden Fällen wird der Prozess begleitet von sinnlosen Reibungsverlusten - neben der Führungskraft leiden auch die Mitarbeiter und am Ende das ganze Unternehmen.

Dies alles kann durch ein bedarfsgerechtes Entwicklungsprogramm vermieden werden. Neben Trainingsmaßnahmen zum Ausbau von Führungskompetenzen empfiehlt sich während der ersten Monate die Begleitung durch individuelles, zielorientiertes Coaching. Der Zeitraum ist abhängig vom individuellen Bedarf der neuen Führungskraft.

Der Coach agiert als neutraler Interaktionspartner und unterstützt die Nachwuchsführungskraft bei:

  • der Standortbestimmung und Erstellung eines persönlichen Entwicklungsplans
  • der Erarbeitung hilfreicher Strategien
  • der Überprüfung bestehender Werte und Verhaltensmuster auf Ihre Nützlichkeit für die neue Rolle und gegebenenfalls bei deren Neuausrichtung

In einem geschützten, vertrauensvollen Rahmen kann die Führungskraft die gesammelten Erfahrungen regelmäßig reflektieren und erhält offenes Feedback.

Ziel ist: Das eigene Handlungsrepertoire zu erweitern und einen angemessenen Führungsstil zu entwickeln- zum Wohle aller.

Ein Coach für alle Fälle

Dienstag, 17. Februar 2009 von Waltraud Wagner

Noch nie wurden Menschen so intensiv und in so unterschiedlichen Bereichen gecoacht wie heute. Hinter der Suche nach stetiger Verbesserung steckt jedoch oft die Sorge, nicht Schritt halten zu können.

Die Optimierung des Selbst entspricht dem Zeitgeist. Längst zeigt sich der Trend zu mehr beruflichem oder privatem Erfolg sowie zu gesellschaftlicher Anerkennung auch in fernsehtauglichen Formaten wie “Hagen  hilft”! Dahinter steckt nicht selten aber auch blanke Angst: Angst in der Masse unterzugehen, Angst, nicht mithalten zu können, Angst, stehen zu bleiben, während sich andere weiterentwickeln. Instinktiv spüren alle: Das Wirtschaftskarusell dreht sich heute schneller, Karrieren werden komplexer, die Leute wechseln öfter den Job. Nicht immer passiert das freiwillig.

Parallel dazu wächst der Druck. Die sogenannte Halbwertzeit des eigenen Könnens und Wissens nimmt kontinuierlich ab. Für viele stellt das eine echte Bedrohung da, die sie zu mehr Initiative und Eigenverantwortung nötigt: Wer sich nicht um seine Karriere kümmert, wer nicht Schritt hält, der kann scheitern - und ist daran am Ende auch irgendwie selber schuld.

Persönlichkeit, Kreativität und Hypnotraining

Dienstag, 10. Februar 2009 von Waltraud Wagner

Von den religiös-kultischen und medizinisch-heilenden Bereichen wissen wir, dass die Hypnose schon seit Menschengedenken bekannt ist und auch Anwendung gefunden hat. Anders verhält es sich in den nicht-kultischen und nicht-medizinischen Disziplinen wie Sport, Kunst, Managementtraining und -coaching. In diesen Gebieten trat die Hypnosebehandlung erst in den 70er Jahren ihren Siegeszug an. So hat der kanadische Psychologieprofessor Dr. K. S. Bowers 1974 durch objektive psychologische Tets nachgewiesen, dass die Kreativität durch Hypnose positiv beeinflusst werden kann. Studenten verbesserten ihre Leistungen durch Selbsthypnose.

Auch Stundenten und Schülern kann die Hypnose  bei Lern- und Examensschwierigkeiten helfen. Ein von Examensangst Betroffener schildert: “Er sei jetzt voll und ganz in der Lage, sich auf sein Examen zu konzentrieren und lerne sehr konsequent. Er wisse, dass er die Prüfung bestehe. Er könne sich an alles erinnern, was er jemals zu seinem Fachgebiet und seiner Arbeit gelesen, gelernt und gehört habe. Er wachse über sich hinaus. Er schaffe sein Examen mit Bravour.”

M.Erickson

Donnerstag, 05. Februar 2009 von Waltraud Wagner

“Milton H. Erickson gilt als der einflußreichste Hypnotherapeut unserer Zeit. Er löste nie ein Problem auf traditionelle Weise. Ein wichtiges Element seiner Therapie waren seine  “Lehrgeschichten”. Erickson wollte seine Patienten auf der bewußten wie auf der unbewußten Ebene ihres Geistes beeinflussen. Indem er sie überraschte, verwirrte, schockierte - durch verblüffende Fragen, Wortspiele und humorvolle Bemerkungen gab er ihnen indirekt viele positive Suggestionen.

Manchmal identifiziert sich der Patient mit einer Person in einer Geschichte oder mit Erickson selbst - dem Meister, der so erfolgreich mit schwierigen Herausforderungen fertig wird. Vielleicht hat er dann ein Erfolgserlebnis. Dieses Erfolgserlebnis gestattet es ihm dann, sich seiner Situation mit größerem Selbstvertrauen zu stellen.

Natürlich zielt nicht jede von Ericksons Lehrgeschichten und gewiß nicht jeder Teil aller Geschichten darauf ab, dem Unbewußten einen positiven Anstoß zu geben. Einige dienen dazu, Gefühle des Abgestorbenseins, der Ausweglosigkeit oder des Mangels an Authentizität aufzurühren und bewußt zu machen. Der Zuhörer muß dann auf seine eigenen unbewußten Möglichkeiten zurückgreifen, um die Lage zu verbessern, oder er findet vielleicht eine emotionale und intellektuelle Stütze in einer anderen Lehrgeschiche Ericksons.

Manchmal genügt die Erinnerung an einen einzigen Satz aus Ericksons Geschichten , um das Lebensgefühl eines ganzen Tages zu verändern. Plötzlich kam mir der Satz in den Sinn: “Wußtest du, daß jeder Grashalm eine andere Schattierung hat?”, und ich betrachtete das Gras genauer. Es stimmte in der Tat! Den Rest des Tages ging ich mit aufmerksameren Augen umher als gewöhnlich.”

Aus : Die Lehrgeschichten von Milton H. Erickson