Archiv für März 2009

Lernwelten 2009 in Hanau

Donnerstag, 26. März 2009 von Rolf Söder

Am 21.06.2009 findet im Congreß Park Hanau wieder die Bildungsmesse Lernwelten statt.

Die Lernwelten in Hanau gehört zu Hessens größten Weiterbildungsmessen. Von frühkindlicher Bildung bis zu Angeboten für Senioren, von allgemeiner, politischer und beruflicher Bildung, von Umwelt-, Gesundheits-, Schul-, Hochschul-, Aus- und Weiterbildung bis hin zu musikalischen, tänzerischen, sozialen, sprachlichen usw. Bildungsangeboten reicht die Ausstellungspalette.

Die Partner des Coachingwerks werden auch vertreten sein mit einem Aktionsstand und einem Workshop zum Thema NLP & Coaching.

Weitere Informationen zur Messe und Anmeldung finden Sie unter

Lernwelten Hanau 2009 .

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns auf unserem Stand oder Workshop besuchen.

Hypnose-Papst Gunther Schmidt bei Maischberger

Mittwoch, 11. März 2009 von Rolf Söder

Gunther Schmidt hypnotisiert Hirschhausen bei Maischberger im ZDF. Eine informative und interessante Demonstration, wie Hypnose funktioniert und wirkt.  Ganz im Gegensatz zu den hinlänglich bekannten Bühnen-Hypno-Shows……..

Hier der Link:
http://www.daserste.de/maischberger/sendung.asp?datum=06.01….

Viele Grüße, Rolf Söder

Früher war die Zukunft auch besser

Montag, 09. März 2009 von Carsten Gans

…Viele würden in aktuell kriselnden Zeiten wie diesen wohl vorbehaltlos Karl Valentin zustimmen, von dem das Zitat stammt. Aber war die Zukunft früher tatsächlich besser, was war in der alten Gegenwart besser? Und wie sieht überhaupt unsere Zukunft aus? - Von Unterhosen, Zeitmessern und Freiheitsentzug durch Mobilität.

Ich denke es lohnt sich, einen genaueren Blick auf zwei Themen zu werfen, die immer enger miteinander verknüpft sind: Komfortzone und Zeit.

Wie war das früher mit der Zeit? - Rein statistisch gesehen, hatten die Menschen bis vor einigen Hundert Jahren weniger als die Hälfte der Lebenszeit zur Verfügung - von ca. 30 Jahren um 1500 bis heute ca. 80 Jahre. Während der Industriellen Revolution erhöhte sich die Lebenserwartung enorm, unter anderem wesentlich durch die Erfindung des Webstuhls. Erst dieser ermöglichte die weite Verbreitung von Stoffen, die dazu geeignet waren, hygienische Unterhosen herzustellen, die man im Intimbereich auf der Haut tragen und vor allem auch waschen konnte. Die Lebenszeit teilte sich wiederum zu etwa je einem Drittel auf in lebensnotwendige Zeit (Schlafen, Essen usw.), Arbeitszeit und Freizeit. Heute haben wir mit ca. 50% mehr Freizeit als je zuvor. Bei gleichbleibendem Anteil der lebensnotwendigen Zeit bei einem Drittel, müssen wir nur noch etwa 20% unserer Zeit arbeiten. Soweit zur Statistik - da die meisten unserer Vorfahren als Christen aber an eine Auferstehung und das ewige Leben glaubten, kehrt sich die Entwicklung für die große Mehrheit von “Ungläubigen” subjektiv um - das Leben ist so für viele unendlich kürzer geworden. Doch bleiben wir zunächst bei objektiven Maßstäben. Die mechanische Messung der Zeit beginnt flächendeckend Ende des 13. Jahrhunderts mit der Verbreitung von Räderuhren. Bis dahin waren Zeichen der Zeit unter anderem “der erste Hahnenschrei” und “der Einbruch der Dämmerung”. Die Zeitmessung durch Uhren gewann immer mehr an Bedeutung für die Organisation des menschlichen Lebens. In der Rechtsprechung galt bald der Grundsatz “Freiheitsentzug ist der Entzug von freier Zeit.”

Laut einer Umfrage des Forsa-Instituts haben etwa 60% der Deutschen die Vorsätze “weniger Stress” und “mehr Zeit für Familie, Freunde und sich selbst”. - Subjektiv empfinden also 60% der Deutschen, dass sie zu wenig freie Zeit haben. Objektiv betrachtet haben diese Menschen mehr als genug davon. - Was stimmt hier nicht? Anscheinend geht es nicht um das “Wieviel” sondern um das “Wie” - wie nutzen wir unsere freie Zeit? Eine Mehrheit in unserem schönen Land offensichtlich auf eine Art und Weise, dass die eigentlich freie Zeit als stressig und fremdgesteuert wahrgenommen wird. Einige neigen wohl auch dazu, einen großen Teil ihrer Zeit totzuschlagen, die dann natürlich auch nicht mehr zur Verfügung steht.

Ein einflussreiche Rolle bei dieser Art der Zeit-Gestaltung spielt vermutlich die fast ständige Erreichbarkeit und somit auch Verfügbarkeit per Handy. - Die effiziente Technik macht es möglich, zugleich unterwegs und erreichbar zu sein. - Ein Zustand, den es vor etwa 30 Jahren noch nicht gab. Ich denke, es lohnt sich, uns bewusst zu machen, dass dies ein zumindest ungewöhnlicher, vielleicht sogar unnatürlicher Zustand ist. Warum? Schon Heissenberg hat in seiner Unschärferelation erkannt:

  • Es ist nicht möglich, die Position und den Impuls eines Quantenobjektes gleichzeitig exakt zu messen.
  • Die Messung der Position eines Quantenobjektes ist zwangsläufig mit einer Störung seines Impulses verbunden, und umgekehrt.

Wenn also der Mensch X von A nach B unterwegs ist, kennen wir den Impuls von X, als Arbeitgeber von X sogar seine Motivation der Reise. Über sein Moblilfunk-Netz kennen wir darüber hinaus fast jederzeit seine aktuelle Position. - Nach Heissenberg ist es bereits zwangsläufig mit einer Störung von Impuls oder Position verbunden, wenn wir nur eines davon messen (siehe 2. Satz). Nun ist es uns sogar technisch möglich, beides gleichzeitig zu messen, was der Physiker gar nicht ‘vorgesehen’ hat.

Welch große Störung das verursachen kann, hat das deutsche Literatur-Genie Daniel Kehlmann (bekannt für seinen Bestseller “Die Vermessung der Welt”) im großen FAZ-Interview am 27.12.08 wie folgt umschrieben: “Man ist selbst ständig woanders, und zugleich führt man zu jedem Zeitpunkt ein Dutzend Konversationen mit Leuten, die über die halbe Welt verteilt sind. Das sind alles keine oberflächlichen Veränderungen. Was wir da mitmachen, ist eine große seelische Umwälzung.”…”Ich befürchte immer mehr, dass … wir tatsächlich eine Entwicklung erleben, die keinen Ausweg hat - oder wenn, dann nur einen Ausweg, den wir nicht wollen können, nämlich einen Totalzusammenbruch des Systems, eine ungeheure Katastrophe oder einen Weltkrieg.”… “Die Maschen des Netzes werden immer enger. Wenn es überhaupt einen Ausweg gibt, dann wird dieser nur Einzelnen offenstehen - als Luxus für reiche Erben.”

Die nicht ständige Erreichbarkeit als Luxus! - Freiheitsentzug durch Mobilität? Sind wir uns dessen wirklich bewusst? Probieren Sie es doch einmal aus. Verstecken Sie Ihr Handy irgendwo zu Hause in einer Kiste, ausgeschaltet selbstverständlich und rühren Sie es zwei Tage lang nicht an; und lassen Sie zwei Tage lang auch Ihren Laptop und Ihren PC aus. Wie fühlt sich das an? Haben Sie Entzugserscheinungen, haben Sie Kopfschmerzen oder können Sie schlecht schlafen? - Dann empfehle ich Ihnen zwei Heilmethoden aus der Volksmedizin, welche im Spessart noch im Jahre 1869 angewendet wurden: “Kopfschmerzen zu tilgen, trage man die Klauen einer Ziege auf bloßem Leibe oder binde sich die Sehnen desselben Tieres an Hände und Füße. Beides stillt die Schmerzen des Krampfes.” Und: “Nimm zwei Hasenohren, lege sie einem, der nicht schlafen kann, unter das Kissen.” - Wenn das nicht hilft, machen Sie doch bewusst, dass Sie nicht ständig jemanden brauchen, der Ihnen sagt, was Sie tun sollen, was er für Sie tun kann oder dass man Sie mag. “Jeder ist sich selbst am nächsten” könnte eine positive Bedeutung bekommen.

Mit besten Grüßen, Carsten Gans.

Der Betriebsrat als Coach!?

Mittwoch, 04. März 2009 von Martina Hemrich
  • “Du, mir wurde eben ein Aufhebungsvertrag angeboten - hast du mal Zeit für mich? Was soll ich jetzt tun?”
  • “Ich konnte mich mit meinem Chef nicht über die Gehaltserhöhung einigen. Kannst du mir ein paar Tipps geben wie ich mein Ziel erreiche?”
  • “Mein Chef kann mich nicht leiden. Ich komme einfach nicht mit ihm klar - was rätst du mir als Betriebsrat?”
  • “Ich habe das Gefühl, man hat mich aufs Abstellgleis geschoben - könnt ihr vom BR da was machen?”
  • “Die ständigen Konflikte mit Mitarbeiter X werde ich (Chef) nicht länger mitmachen - ich werde ihm kündigen.”
  • “Wie kann ich mich in dieser Firma weiterentwickeln? Was ist hier für mich aus deiner Sicht möglich?”

In meinem Leben als Betriebsratsvorsitzende waren dies Themen, mit denen Kolleginnen und Kollegen zu mir kamen in der Hoffnung auf Unterstützung. Ich half nach bestem Wissen. Je nach Kontakt zur jeweiligen Führungskraft gelang eine Vermittlung oder Lösung - oder eben nicht.
Es ist gut, wenn man sich im Betriebsverfassungsgesetz gut auskennt - keine Frage. Eine rechtliche Beratung der MitarbeiterInnen kann man dann bis zu einem gewissen Grad leisten.
Wie oft aber geht es um die sogenannten “menschlichen” Probleme in den Unternehmen, wo der BR als Person des Vertrauens ganz ausdrücklich gefragt ist! In gewisser Weise nimmt jeder Betriebsrat die Rolle eines Coach oder Beraters der MitarbeiterInnen im Unternehmen ein. Bringt aber auch jeder die erforderliche Kompetenz mit wenn er gewählt worden ist?
Im Laufe der Zeit, in der ich neben meiner BR-Tätigkeit meine Ausbildung zum Business Coach absolvierte, konnte ich mich für die Belange der KollegInnen immer kompetenter einsetzen, mit deutlich besseren Ergebnissen.
Als Coach verfüge ich nun über einen unverzichtbaren Werkzeugkasten an Methoden zu Konfliktlösung, Gesprächs- und Verhandlungstechniken, Mitarbeiterführung und Entwicklungs- und Veränderungsmöglichkeiten.
Mit einer qualifizierten Ausbildung, die Betriebsräten eine gründliche Kenntnis von Coaching-Werkzeugen vermittelt, können sie sich viel aktiver und  v.a. selbstsicher in Prozessen zu Personalfragen einbringen und so Veränderungsprozesse bei Einzelnen - aber auch auf Abteilungs- und Firmenebene - kompetent und lösungsorientiert mitgestalten.
Natürlich würde es den Rahmen sprengen, wenn man von einem Betriebsrat eine komplette und professionelle Prozess-Begleitung in den unterschiedlichsten Themen erwarten würde. Dafür gibt es eine Vielzahl von gut ausgebildeten und erfahrenen Coaches.
Aber ein professionelles Erste-Hilfe-Coaching bei den ganz “normalen” täglichen Mitarbeiterproblemen kann ein Betriebsrat mit Betriebsrats-Coaching Knowhow ganz sicher leisten. Oftmals reicht das schon aus.
Das beste Wissen ist uns für die KollegInnen gerade gut genug! Sprechen Sie mich an! Mein Angebot steht.

Business Coach Ausbildung 08/09 - der Abschluss

Dienstag, 03. März 2009 von Rolf Söder

Letztes Wochenende ging unsere laufende Business Coach Ausbildung zu Ende. Die Ausbildung wurde von zwei Lehrcoaches des Coachingwerks, Waltraud Wagner und mir selbst durchgeführt. Nach 15 Tagen intensiver Arbeit konnten 9 von insgesamt 12 Teilnehmern ihren Abschluss mit Zertikat feiern. Hier finden Sie ein paar Bilder zu den einzelnen Blöcken, die einen Einblick zur Atmosphäre während der Ausbildung wiederspiegeln.

Die nun im März beginnende Ausbildungsreihe ist ausgebucht. Der nächste Start wird Anfang Oktober sein. Mehr Informationen gibt es unter Coach Ausbildung.

Bildungsurlaub oder Bildungszeit

Montag, 02. März 2009 von Rolf Söder

Weiterbildung ist einer der sehr wichtigen Schlüssel zum Erfolg eines Unternehmens. Wer in der Lage ist seine Mitarbeiter stets zu qualifizieren, fachlich und persönlich, der wird entscheidende Wettbewerbsvorteile geniesen. Die aktuelle Situation der Arbeitsmärkte in Deutschland und Europa macht es unumgänglich sich kontinuierlich weiter zu bilden,  um den ständig schneller sich ändernden Anforderungen gerecht zu werden.

Per Gesetz hat der deutsche Staat es geregelt, dass ein Arbeitsnehmern Bildungsurlaub beantragen darf. Es sind 5 Tage pro Jahr in Deuschland und in einigen Ländern Europas 10 Tage alle zwei Jahre. Allerdings ist dieser Anspruch nicht in allen Bundesländern Deutschlands gegenüber dem Arbeitsgeber einzufordern. In Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen beispielsweise hat der Arbeitsnehmer keinerlei Anspruch auf Bildungsurlaub. Der Bildungsurlaub muss mindestens 1 Monat im Voraus beantragt werden, damit man diesen auch vom Arbeitsgeber bewilligt bekommt. Bei kurzfristiger Planung kann es der Fall sein, dass der Bildungsurlaub abgelehnt wird aufgrund der Betriebsplanung, Arbeitsaufteilung und Urlaub anderer Mitarbeiter. Idealerweise sollte man im persönlichen Beurteilungsgespräch seinen Bedarf anmelden, dann ist er gut planbar für das Unternehmen.

weltkarte weiterbildung

Ein Bildungsurlaub ist sehr beliebt um Sprachen zu lernen und damit im Umgang mit Kunden für die Firma einen Vorteil zu erarbeiten. Es ist jedoch keine Vorraussetzung, dass die Art der Weiterbildung mit dem fachlichen Qualifikation des Berufs übereinstimmt. Das ist im Einzelfall zu verhandeln. Auch für die persönliche Entwicklung ist es möglich Bildungsurlaub zu beantragen, zum Beispiel für eine NLP Ausbildung oder eine Coach Weiterbildung. Viel zu wenig Arbeitnehmer wissen von dieser Regelung und der Urlaub zur Weiterbildung wird leider viel zu wenig oft in Anspruch genommen. In manchen Fällen übernimmt die Firma sogar einen Teil der anfallenden Reisekosten. Leider machen davon sehr wenig Arbeitnehmer Gebrauch, da man den Arbeitgeber nicht mit “Urlaub” überfordern möchte un des ein schlechtes Licht auf einen werfen könnte. Ich plädiere daher, genau wie bei der Elternzeit, die einmal Mutter- oder Vaterschafts-Urlaub hiess, für die Einführung des Begriffs:  BILDUNGSZEIT