Archiv für die Kategorie ‘Outdoor-Coaching’

Analyse emotionaler Erfahrungen und Entwicklung einer Taktik mit der BEST-Methode

Freitag, 19. Juni 2009 von Carsten Gans

Emotionale Erfahrungen beeinflussen sehr häufig unser Denken, Fühlen und Verhalten. Meist  auf unbewusste Art und Weise führen die emotionalen Erfahrungen (emotionale Marker) dazu, dass wir in Situationen, die denen aus der Vergangenheit ähneln, in gleiche oder ähnliche Verhaltensmuster zurückfallen – wir denken, fühlen, verhalten uns so wie damals.

Der Klient hat regelmäßig Schwierigkeiten damit, die emotionalen Erfahrungen zu erkennen, die Auslöser für aktuelles Verhalten sind, welches als problematisch empfunden wird. In einem ersten Schritt gilt es also mit einer geeigneten Methode - z.B. mit Fragetechniken, Naikan oder Hypnose - die Erfahrung(en) bewusst zu machen und an die Oberfläche zu holen, bevor der Coach mit der BEST-Methode daran gehen kann, dem Klienten in 4 Schritten dazu zu verhelfen, schließlich eine Taktik/ Möglichkeiten dafür zu entwickeln, wie er künftig in ähnlichen Situationen konstruktiver/ subjektiv besser denken, fühlen, handeln kann.

BEST steht dabei für die Anfangsbuchstaben der 4 Schritte:

1.)    B = Beschreibung der Situation – Wer hat wo, was und wie getan oder gesagt?

2.)    E = Emotion - Welche Emotion (en) wurde (n) durch was (Bilder, Wörter, Verhalten) ausgelöst?

3.)    S = Sinne – Wie wurde die nun spezifizierte Emotion mit den eigenen Sinnen wahrgenommen, wie hat es sich körperlich angefühlt?

4.)    T = Taktik/ Transfer - Was kann künftig in ähnlichen Situationen hilfreich sein - welche persönliche Ressourcen/ Stärken werden mir dabei helfen? Und wie werde ich das Meistern künftiger Situationen mit meinen Sinnen wahrnehmen?

Die BEST-Methode bietet so zwei große Vorteile:

Die 4 Schritte lassen zum einen jedem Coach die Freiheit, jeweils mit seinen favorisierten Methoden den Klienten zu Antworten auf die 4 Fragen zu führen. Ob zum Beispiel Ressourcen-Spaziergang, Walt-Disney-Methode, Natur-Aufstellung, Teilearbeit oder Ankern, der Coach kann sich im BEST-Rahmen frei bewegen, je nachdem, was er besser kann und dem Klienten besser hilft.

Die emotionale Erfahrung steht immer im Mittelpunkt und es kann durch ein Wechselspiel sowohl aus kognitiver Analyse und intensiver emotionaler Findung eine Verbesserung in konkreten Situationen und allgemein eine Steigerung der emotionalen Kompetenz des Klienten gefördert werden.

Die Methode wurde von mir entwickelt und findet im Rahmen meiner Natur-Coachings Anwendung.

Welche Erfahrungen haben Sie bei der Arbeit mit und um die emotionalen Erfahrungen Ihrer Klienten gemacht?

Mit sonnigen Grüßen, Carsten Gans.

Selbst-Coaching oder die Kunst, sich selbst die richtigen Fragen zu stellen - Erkenntnisse aus der Finanzkrise - philosophisch und konkret

Donnerstag, 13. November 2008 von Carsten Gans

Was ist es eigentlich, was mich dazu motiviert, jeden Tag eine überregionale Zeitung aus Frankfurt zu lesen – welchen Nutzen habe ich davon, welches sind meine Motive, die mich dazu bewegen? Ich komme gleich zum wichtigsten: Es ist der Versuch, Muster zu erkennen, die den eigenen Lebensentwurf bestätigen, diesen erweitern oder womöglich ändern. – Eine Art Feinjustierung für eigene Grundsätze, Werte und daraus resultierendes Handeln.

Heute war es wiedereinmal soweit. Im Blättchen – Feuilleton – der FAZ hat Nassim Nicholas Taleb, Autor des Buches „Der schwarze Schwan“ und Chef einer Investment-Firma in den USA, in einem Interview seine Ansichten und Erklärungen für die aktuelle Finanzkrise veranschaulicht, nachdem er bereits 2002 einen Zusammenbruch der Finanzsysteme vorhergesehen hatte. Als Gründe, die dazu führten, sieht er unter anderem die Täuschung unseres Wissens und übermäßiges Selbstvertrauen. - Wie kommt er dazu?

Taleb hat als Richtlinie für sein privates und berufliches Handeln, so robust wie möglich zu sein. Wesentliche Schritte, das zu erreichen, sind:

-         Die Erkenntnis, dass wir die Welt, in der wir leben, nicht verstehen können. Wir haben keine Ahnung, wie mit dem Wissen umzugehen ist, und wir überschätzen uns dabei.

-         Als Konsequenz daraus, sollten wir für uns unbegreifliche Systeme nicht oder nur in Notfällen antasten.

Er sagt: „Wir sollten uns so genauso verhalten, wie unsere Vorfahren es getan haben“. Diese zunächst sehr fortschrittsfeindliche mit Sicherheit unpopuläre Satz scheint mir eine von mehreren guten Richtungsangaben zu sein.

Dazu passt auch folgender Satz: „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“ – einer von vielen Annahmen, die bereits seit vielen Jahren überliefert werden. – Wenn eine Annahme oder eine Regel sich solange halten kann, sollte man annehmen, dass darin ziemlich viel Wahrheit oder Weisheit steckt. Heutzutage gibt es eine unüberschaubare Vielfalt an Angeboten und scheinbarem Wissen. Zu erkennen, was davon hilfreich für uns persönlich ist und was davon wahr ist und somit als Richtlinie für das eigenen Handeln dienen kann, scheint immer schwieriger, gar unmöglich zu werden. Deshalb sollten wir dankbar sein für solche Sätze, die ein wenig Ordnung in das Chaos bringen.

Taleb ergänzt: Da unsere Welt geprägt ist von unvollständiger Information, werden wir häufig überrascht – scheinbar Zufälliges zumindest Unvorhergesehenes passiert. Das wird verständlich, wenn wir den Zeitpunkt betrachten, an dem z.B. ein Rind geschlachtet wird. Für das Rind, das über kein Wissen verfügt, ist der Tag der Tage völlig überraschend und scheinbar zufällig, für den Schlachter jedoch geplant. – Diese Zufälle teilt Taleb ein in mediokristane und extremistane. Mediokristane Zufälle sind ungefährlich, da sie keine große Auswirkung haben, während bei extremistanen Ereignissen große Risiken eingegangen werden, weil man in großer Unsicherheit handelt. Dadurch besteht die Gefahr von extremen Auswirkungen. Sein Beispiel: Du kannst über Nacht dein gesamtes Vermögen verlieren aber nicht dein gesamtes Körpergewicht.

Dazu erkenne ich beim Lesen einen weiteren selbst gepflegten Grundsatz, der in Kombination mit den vorigen ein hilfreiches Muster schärfer werden lässt:

„Keine Extreme auf Dauer“. Wenn einmal extrem, dann nur so, dass dadurch wirklich etwas verändert werden kann. Machen wir es wie unsere Natur seit Millionen von Jahren. Keine Extreme, nur von Zeit zu Zeit eine Sintflut, die reinigt und durch neue Meere für neue Lebensräume sorgt. Oder in kürzeren Zeitabschnitten gedacht: Ein Sturm oder Orkan alle paar Jahre sorgt dafür, dass die alten morschen Bäume Platz machen für die jungen, bei mehr Licht und reichlich Humus für das Wachstum. – Um bei der Wald-Metapher zu bleiben: Nachhaltigkeit im Umgang mit den Ressourcen: Nur soviel rausnehmen, wie in der gleichen Zeit im gleichen System neu entstehen kann. Und wenn ich das alleine nicht überblicken kann, lasse ich es einfach oder hole mir Hilfe für den Überblick. Für die eigene Entwicklung ist es hilfreich, von Zeit zu Zeit an die eigene Komfortgrenze reisen, um ein neues Land zu entdecken um dabei die eigene Komfortzone zu erweitern.

Das ist zu einfach? – Einstein soll gesagt haben: „Alles sollte so einfach wie möglich gemacht sein, aber nicht einfacher.“ – Zu einfach wäre es, statt eigene Muster zu entwerfen, einfach die von anderen unreflektiert zu übernehmen, im schlimmsten Fall die von amerikanischen Bankern. – Thomas Jefferson hat als 3. Präsident der USA vor über 200 Jahren bereits gesagt: „Banken sind gefährlicher als stehende Armeen“. – Da scheint etwas dran zu sein.

Wie sehen Sie die Dinge?

Mit besten Grüßen,

Carsten Gans.

Internationaler Kongress „Erleben und Lernen“ an der Uni Augsburg – Erlebnispädagogik und Co.

Dienstag, 30. September 2008 von Carsten Gans

Am letzten Freitag und Samstag fand in Augsburg das jährliche Treffen der Branche rund um Erlebnis-Pädagogik, Outdoor-Training und Co. statt. Da ich das Vergnügen hatte, selbst auch einen Workshop zu gestalten und zu moderieren, hatte ich die Gelegenheit, das ganze Spektakel aus mehreren Perspektiven zu betrachten.

Das Kongressthema lautete „Menschen stärken für globale Verantwortung“. Am ersten von zwei Kongresstagen hatte ich für meinen Workshop „Draußen vor der Tür – Outdoor-Training und Co.“ beschlossen, den in meinen Augen etwas zu akademisch und deutlich zu global formulierten Titel des Kongresses umzuwandeln in „Möglichkeiten für die Unterstützung von Menschen auf dem Weg zu einer in sich federnden Persönlichkeit“. Nach etwas wissenschaftlichem Input zu Sinneswahrnehmung und Emotionale Intelligenz und einigen Übungen zum Schärfen der Sinne, lag der Fokus auf dem Erarbeiten von Aspekten einer idealen Lernumgebung. Die Ergebnisse zweier Arbeitsgruppen ergaben folgendes Bild: Eine ideale Lernumgebung sollte folgendes beinhalten/ ermöglichen: Bewegung, raus gehen (aus einer Situation und in die Natur), Einfachheit (auch einfach machen), Perspektivenwechsel (etwas alleine und zusammen machen), sicherer Rahmen (Grundbedürfnisse sollten gedeckt sein), Vertrauen, Freude. 

Nach dem Workshop durfte ich den Ausführungen eines pensionierten Offiziers lauschen, der unter dem für mich zunächst sehr spannenden Thema „Erlebnispädagogik im Wald“ vor allem deutlich Survival-lastig von den Möglichkeiten von „Waldcamps“ sprach. Vor allem als er mit Nachdruck über seinen Kampf gegen die Ämter sprach mit dem Hinweis, dass er das alles vor allem auch für die anwesenden Zuhörer tat, wurde deutlich, dass seine Zeit der Sozialisierung deutlich länger als die meine gedauert hatte. Ein „alter“ Pfadfinder bemängelte etwas später beim Betrachten von „Aktionskisten“ ,aus meiner Sicht zurecht, dass Militär-Artikel wie z.B. ein „Military Survival Kit“ weniger geeignet sind, um Kindern die Natur näher zu bringen. Die vorher getätigte Aussage des Referenten, man könne mit Hilfe der selbstredenden Orientierungs-Kiste innerhalb von einer halben Stunde das Orientieren mit Karte, Kompass und anderen Hilfsmitteln beherrschen (gerade beim Militär unterscheidet man deutlich zwischen Kennen, Können und Beherrschen), fand ich bereits bei der Aussprache sehr dreist, was sich nach Ansicht der Orientierungskiste nicht wirklich geändert hat. Da ging mit ihm die Selbstbegeisterung wohl etwas durch.

Anschließend war reichlich Zeit, um sich die dünn gesäten Stände der ausstellenden Wettbewerber und die Aktionen auf dem Vorplatz anzusehen. Einer der Aussteller meinte später, dass es sich nicht wirklich gelohnt hätte – sprich das Geld hätte sparen können. Einige etablierte aus der Branche haben das wohl schon früher erkannt und hatten deshalb keinen Stand, wie z.B. KAP Outdoor. Die gepolsterten 50er-Jahre-Möbel auf der Wiese vor den Gebäuden, die Kettcars für Erwachsene und die sehr innovativen Möglichkeiten, mit ferngesteuerten Autos seinen Spaß zu haben, festigten bereits zu meiner Halbzeit zwei Eindrücke, die für meine Sachen als hilfreiche Negativ-Beispiele dienen dürfen:

Erstens zuviel Survival, das mit dem Wesentlichen – der Entwicklung persönlicher Werte und Kompetenzen – wenig zu tun hat. Was bringt es meinen Teilnehmern, wenn sie wissen, wie man mit fast nichts Feuer macht oder wenn sie aus Birkenrinde ein Brot backen können? Zweitens viel zu viel Tools und Spielzeuge, die sicherlich Kindern viel Spaß bereiten, aber für Erwachsene ungeeignet sind, um ernsthaft an Dingen zu arbeiten. Ich denke letzteres ist wohl vor allem der Erlebnispädagogik an und für sich zu verdanken. Viele Anbieter kommen einfach nicht von der Pädagogik weg, die sich ja ursprünglich und aus dem Griechischen kommend mit der Erziehung/ Bildung von Knaben/ Kindern beschäftigt hat. – Erlebnis ja, aber bitte nicht kindgemäß, sondern Erwachsenengemäß.

Ach ja damit war noch nicht Schluss. Als Höhepunkt des Tages kam Frau Vera F. Birkenbihl auf einem zierlichen Cityroller in den großen Saal der Juristerei eingefahren, um über die Bedeutung der Erfindung der Brille und des Wasserrades, den Bloom-Test und andere hilfreiche Dinge für uns als Lehrer, Outdoor-Trainer, Männer oder Frauen zu sprechen. Was Frau Birkenbihl bereits seit mehreren Jahrzehnten auf unterhaltsame Weise zu sagen hat, kann man z.B. auf Ihrer Seite nachlesen und auch hören: http://www.birkenbihl-insider.de/ .

Mein Gesamt-Resumee: das nächste Mal werde ich gerne wieder hingehen, dann aber etwas länger und nicht als Referent, damit ich mir auch einen Eindruck von den Angeboten machen kann, die eher in meine Richtung gehen.

Was haben Sie aus dem Kongress gelernt oder mitgenommen?

DGFP-Messe Personal und Weiterbildung in Wiesbaden

Montag, 01. September 2008 von Carsten Gans

Anfang Juni war es wieder so weit. Die DGFP lud wieder in die Rhein-Main-Hallen nach Wiesbaden, um sich über Dienstleistungen und Produkte der Branche zu informieren. Gemeinsam mit einer Partnerin des COACHING WERKs lies ich mir das auch dieses Jahr nicht entgehen. - Auf dem Anzug mit Pfeil und Bogen bewaffnet, haben wir als mobiler Stand für reichlich Aufmerksamkeit gesorgt. Die Großen der Branche haben für ihre teilweise sehr einfallslosen Riesenstände 5-stellige Summen ausgegeben, um von den Messebesuchern vor allem nach Geschenken/ Mitgibseln befragt zu werden, wenn es nicht gerade offensichtlich leckeres Eis von einem italienischen Schlitzohr gab, der das Eis beim Überreichen mehrmals trickreich fast fallen ließ.

Ansonsten viel Gähnen. Erstens, weil es nicht nur nach unserer Einschätzung deutlich weniger Besucher gab als im letzten Jahr und zweitens, weil das wohl auch daran lag, dass man in erschreckend schlechten Vorträgen (etwa 4 von 5) meist nur etwas über eine Softwarelösung erfuhr statt über die gemäß Vortragstitel angekündigten “neuen Trends”. Nach dem Motto “hast Du Software - hast Du gute Personalarbeit!”.

Ich denke, dass die DGFP viel tun muss, damit die Messe für die Aussteller weiterhin attraktiv bleibt und im nächsten Jahr nicht weiter den Bach runtergeht.

Mit neugierigen Grüßen, Ihr Carsten Gans.

Draußen vor der Tür - Outdoor-Training und Co.

Montag, 01. September 2008 von Carsten Gans

“Draußen vor der Tür” ist eines der bekanntesten Stücke der sogenannten Trümmerliteratur, in dem Wolfgang Borchert seinen Kriegsheimkehrer Beckmann am Ende ohne Antworten auf seine Fragen auf den Stufen seines alten Elternhauses zurücklässt. Vor kurzem habe ich an ihn gedacht als ich im Fernsehen eine Dokumentation über einen Mann gesehen habe, den es nach der Heimkehr vom Krieg nicht lange im Dorf gehalten hat, weil er als erstes zu sich selbst kommen wollte. Also führte ihn sein erster Weg weder zu Verwandten noch zu Freunden sondern in den Wald, einem Platz, an dem er geschützt von Bäumen in seiner Stille sein konnte. Wäre Borcherts Beckmann nicht draußen direkt vor der Tür sitzen geblieben, sondern in die Natur gegangen, hätte er vielleicht eine Antwort auf seine Fragen bekommen.

Warum gelingt es Menschen häufig leichter, sich zu entspannen, zu sich zu kommen und Entscheidungen zu treffen, wenn sie in die Natur gehen? Eine beliebte Freizeitbeschäftigung in Deutschland ist es noch heute, spazieren zu gehen - nach dem Essen, mit dem Hund, am Sonntag, alleine, zu zweit, mit der buckligen Verwandtschaft oder der ganzen Hochzeitsgesellschaft. War in der Hochzeit der Romantik zu Beginn des 19. Jahrhunderts die romantische Landpartie ein Ausdruck der Sehnsucht nach grenzenloser Freiheit und als Gegenbewegung zum Zeitalter der Industrialisierung zu verstehen. So suchen wir auch heute noch den Ausgleich zum technisierten Alltag, zur Enge unserer Städte draußen vor der Tür in der Natur oder bei einer Urlaubsreise in ferne Länder.

Ich vermute, dass der Grund für diesen Drang nach draußen in unserer Geschichte zu finden ist. Bis vor wenige Hundert Jahre war es überlebensnotwendig, sich mit der Natur zu arrangieren, deren Ressourcen zu nutzen, Schutz zu suchen. Dabei haben wir gelernt, die Werte der Natur zu schätzen, denn sie Waren das wichtigste, was wir hatten. Auch wenn wir hier in Deutschland im Alltag scheinbar keine Natur mehr brauchen - schließlich gibt es Wohnungen mit Heizungen, Supermärkte und weitaus sinnlosere Errungenschaften - so werden wir doch das unbestimmte Gefühl nicht los, dass unsere Wälder, Wiesen, Bäche und Flüsse ein Teil von uns sind und wir uns gerne aufmachen, um uns ganz zu fühlen.

Alle noch dabei? - Aber was will uns der Gans damit sagen und was hat das mit Outdoor-Training zu tun? - Vielleicht alles!

Wenn wir unsere Persönlichkeit entwickeln wollen, sollte eine hierfür geeignete Lernumgebung:

> möglichst frei von Technik sein, da Menschen keine Maschinen sind und Technik von uns selbst ablenkt.

> ermöglichen, uns mit uns selbst zu beschäftigen und nicht mit unserer Umgebung.

Ich bin der Überzeugung, dass dies in einer natürlichen Umgebung sehr gut gelingen kann, da sie uns auf unsere Persönlichkeit reduzieren kann - fernab unseres technisierten Alltags - und Lernen frei von Zwängen und mit Hilfe (mittlerweile) ungewohnter Aufgaben ermöglicht.

Wenn Sie wissen möchten, was andere Menschen, die sich mit dem Thema beschäftigen, dazu sagen - hier einige Links zu Artikeln, Interviews und wissenschaftlichen Arbeiten:

Ich wünsche Ihnen eine fröhliche Zeit, Ihr Carsten Gans.

Lebewesen des Jahres

Montag, 01. September 2008 von Carsten Gans

Baum des Jahres 2008 - die Walnuss

Seit 20 Jahren gibt es ihn nun schon – den Baum des Jahres. Freilich ist es jedes Jahr ein anderer. Nach der Waldkiefer im letzten Jahr steht dieses Jahr die Walnuss im Mittelpunkt. Als Schirmherren für die Walnuss wurde ein bekannter Name gewonnen, der sich seit vielen Jahren für den Natur- und Umweltschutz einsetzt: Prof. Dr. Günther Fielmann, der Gründer und Vorstandsvorsitzende der gleichnamigen Fielmann AG. Für jeden Mitarbeiter pflanzt er jedes Jahr einen Baum. Mittlerweile sind auf diese Weise mehr als 800.000 Bäume und Sträucher angewachsen. – Wer hätte das gedacht. Der Walnussbaum ist mit seiner silber-grauen Rinde schön anzusehen, spendet Schatten von Mai bis in den frühen Herbst – also ideal für den Garten – und versorgt seinen Besitzer über seine Walnüsse mit reichlich Fett (ca. 60%), Eiweiß (20%), Vitaminen B1, C und etwas B2, A und E sowie mit vielen Mineralstoffen. Seine Inhaltsstoffe gelten als blutreinigend, nervenstärkend, schweißregulierend, Leistung steigernd und Konzentration fördernd. – Also ein schöner und nützlicher Baum, immer noch sehr beliebt als „Hausbaum“. Dass Nussbäume höchstens ca. 150 Jahre alt werden, erklärt, dass ein ebensolch mächtiger Baum während meiner Kindheit im Hof meiner Großeltern fallen musste – damals für mich völlig unverständlich und ein Anlass für stille Trauer an einem schönen Sommertag.

Und hier noch ein wichtiger Hinweis für alle, die scheinbar unlösbare Schwierigkeiten mit ihren Partnern, Arbeitskollegen oder Vorgesetzten haben… Die Giftpflanze des Jahres ist die Herkulesstaude. – Allzu hoffnungsfrohe Choleriker muss ich aber gleich wieder enttäuschen – die Staude hat keine lebensbedrohliche Wirkung. Allerdings führt bereits leichter Hautkontakt mit der Pflanze in Kombination mit nachfolgender Sonneneinstrahlung zu schweren Hautschädigungen. – Also Vorsicht, wenn Sie ihr begegnen, denn das Gegenmittel des Jahres wurde noch nicht gekürt.

Wir bleiben gleich beim Thema - Arzneipflanze des Jahres 2008 ist die Rosskastanie. Sie kann gegen Beschwerden bei chronischen Venenleiden eingesetzt werden - wie aus der Werbung bekannt. Als Baum hat die Rosskastanie eine lange Geschichte als Arznei- und Nutzpflanze, was auch dazu führte, dass sie bereits im Jahr 2004 zum Baum des Jahres 2005 ernannt wurde.

Heilpflanze des Jahres ist der Lavendel  . Er sind nicht nur gut aus und duftet sehr schön – und das nicht nur in der Provence. Er hat kann mit seiner beruhigenden und entspannenden Wirkung in Form von ätherischem Öl, als Badezusatz, im Kräuterkissen, als Tinktur oder Tee, aber auch als aromatisches Würzkraut nach den alltäglichen Belastungen zum wohltuenden Genuss werden. – Vielleicht hat er auch noch das Zeug dazu, in ein paar Jahren zur Arzneipflanze des Jahres aufzusteigen.  

Und welche Pflanzen noch gekürt wurden:

Gemüse des Jahres ist der Gartensalat – kein Witz!

Orchidee des Jahres ist das Übersehene Knabenkraut.

Pilz des Jahres ist der Bronze-Röhrling, den es bei uns nur ganz selten gibt.

Staude des Jahres ist die Sonnenbraut (Helenium).

Streuobstsorte des Jahres ist die Spanisch Braune – übrigens ein Kirsche!

Tier des Jahres in Deutschland ist der Wisent oder auch europäisches Bison genannt, den man in Osteuropa auch in freier Wildbahn beobachten kann. Tatsächlich ist auch für das kommende Jahr eine Auswilderung in Deutschland geplant, allerdings nicht im Spessart sondern im Rothaargebirge in Nordrhein-Westfalen. Wer bis dahin nicht warten möchte, kann Wisente auch bei uns in verschiedenen Tierparks beobachten – zum Beispiel ganz in unserer Nähe im Eulbach-Park im Odenwald, direkt an der B47 (Nibelungenstraße) zwischen Michelstadt und Amorbach.

Doch zum Schluss das wichtigste – der Mensch des Jahres 2008 ist…

nicht bekannt und es findet sich scheinbar außer einer paar regionalen Vereinen und Gemeinden und den gewohnt größenwahnsinnigen amerikanischen Medien keinen Übermotivierten, der sich ernsthaft traut, einen Menschen des Jahres zu küren. Da klingt es schon sehr ambitioniert und auch etwas rührselig, dass nun Singapur seinen glücklichsten Menschen des Jahres küren möchte – aus der Not geboren, da die Singapurianer nach Umfragen zu den unglücklichsten Menschen zählen. Sie fühlten sich zuviel Stress ausgesetzt, unter anderem weil sie sich ständig um ihre Finanzen sorgten - ihre größte Angst sei es, nicht genügend Geld zu haben, um in Würde alt zu werden. Kurz vor der Kür haben sich angeblich noch keine 100 Kandidaten gemeldet – man hätte es ahnen können. Da lobe ich mir doch unseren guten alten Nussbaum – er wird in Würde 150 Jahre alt und meckert nicht, wenn ihn dann die Kettensäge holt. Falls Sie Ihrem Menschen des Jahres über den Weg laufen sollten, so würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mir davon erzählen. Ich werde dann gerne im letzten Newsletter des Jahres im Rückblick davon berichten – denn da gehören „Lebewesen“ des Jahres ja wohl hin. 

Mit schönen Grüßen in gutes Jahr, Ihr Carsten Gans.

Partner für Outdoor-Vertriebstraining gesucht!!

Sonntag, 24. August 2008 von Carsten Gans
Guten Tag,

haben Sie als Verantwortlicher für Personal oder Vertrieb in Ihrem Unternehmen Interesse daran, die Kompetenzen Ihrer Vertriebsmitarbeiter zu verbessern? Suchen Sie dabei neue Wege, um mit innovativen Konzepten Ihre Mitarbeiter in Vertrieb und Verkauf zu fordern und fördern?

Dann suchen wir Sie.
Wir – Carsten Gans und Rolf Söder - sind zwei Partner im COACHING WERK, die sich auf die Fahne geschrieben haben, unseren Kunden durch die Kombination innovativer Konzepte echten Mehrwert bei der Entwicklung von persönlichen Kompetenzen zu bieten.
Bei unserem Outdoor-Vertriebstraining vereinen wir 20 Jahre Erfahrung im Vertrieb mit einer langjährigen Erfahrung im Training draußen vor der Tür.

Konzipiert für 2×2 Tage, einschl. Übernachtungen, geht es um folgende Elemente:
Bei Modul 1 liegt der Fokus in verschiedenen Camps jeweils auf einem anderem anderen Aspekt erfolgreichen Verhaltens im Kundengespräch. Dabei legen wir den Schwerpunkt auf einen methodischen 3-Klang aus der Vermittlung von Strategien für eine systematische Vorbereitung und Durchführung von Kundengesprächen (1), Erfahrungslernen bei unbekannten Aufgaben, die Körper und Geist fördern (2) sowie der eingehenden Reflektion des Erfahrenen und Erlernten als Voraussetzung für den Transfer in den Vertriebsalltag (3).
In Modul 2 geht es über kommunikative Fähigkeiten hinaus. Wir arbeiten hier weitgehend mit den Werten und Einstellungen der Teilnehmer, um damit ein ganz persönliches Verkaufs-Credo in Harmonie mit den Unternehmenszielen zu entwickeln. Es geht hier um den Sinn des Verkaufens und des Verkäufer-Daseins. Besonders unterstützend wirkt dabei die Natur, in der eine Reduzierung auf das „Wesentliche“ gut möglich ist.

Für unser Konzept suchen wir ein Unternehmen, das den Mut hat, mit uns für das Pilot-Projekt ungewöhnliche Wege zu gehen.

Wir sind gespannt, wer sich meldet.

Mit besten Grüßen,
Rolf Söder und Carsten Gans.

Willkommen in unserem Coaching Blog!

Freitag, 22. August 2008 von Rolf Söder

Ein herzliches Willkommen in unserem Coaching Blog!

Hier werden die Partner des Coaching Werkes in Zukunft Beiträge rund ums Thema Coaching, Training, Persönlichkeitsentwicklung veröffentlichen.

Besucher haben die Möglichkeit Kommentare zu hinterlassen. Wenn auch Sie gerne zum Thema “Coaching” etwas veröffentlichen wollen, dann melden Sie sich einfach bei uns.

Viele Grüße und auf bald