Archiv für die Kategorie ‘Weiterbildung’

Lernwelten 2009 in Hanau

Donnerstag, 26. März 2009 von Rolf Söder

Am 21.06.2009 findet im Congreß Park Hanau wieder die Bildungsmesse Lernwelten statt.

Die Lernwelten in Hanau gehört zu Hessens größten Weiterbildungsmessen. Von frühkindlicher Bildung bis zu Angeboten für Senioren, von allgemeiner, politischer und beruflicher Bildung, von Umwelt-, Gesundheits-, Schul-, Hochschul-, Aus- und Weiterbildung bis hin zu musikalischen, tänzerischen, sozialen, sprachlichen usw. Bildungsangeboten reicht die Ausstellungspalette.

Die Partner des Coachingwerks werden auch vertreten sein mit einem Aktionsstand und einem Workshop zum Thema NLP & Coaching.

Weitere Informationen zur Messe und Anmeldung finden Sie unter

Lernwelten Hanau 2009 .

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns auf unserem Stand oder Workshop besuchen.

Bildungsurlaub oder Bildungszeit

Montag, 02. März 2009 von Rolf Söder

Weiterbildung ist einer der sehr wichtigen Schlüssel zum Erfolg eines Unternehmens. Wer in der Lage ist seine Mitarbeiter stets zu qualifizieren, fachlich und persönlich, der wird entscheidende Wettbewerbsvorteile geniesen. Die aktuelle Situation der Arbeitsmärkte in Deutschland und Europa macht es unumgänglich sich kontinuierlich weiter zu bilden,  um den ständig schneller sich ändernden Anforderungen gerecht zu werden.

Per Gesetz hat der deutsche Staat es geregelt, dass ein Arbeitsnehmern Bildungsurlaub beantragen darf. Es sind 5 Tage pro Jahr in Deuschland und in einigen Ländern Europas 10 Tage alle zwei Jahre. Allerdings ist dieser Anspruch nicht in allen Bundesländern Deutschlands gegenüber dem Arbeitsgeber einzufordern. In Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen beispielsweise hat der Arbeitsnehmer keinerlei Anspruch auf Bildungsurlaub. Der Bildungsurlaub muss mindestens 1 Monat im Voraus beantragt werden, damit man diesen auch vom Arbeitsgeber bewilligt bekommt. Bei kurzfristiger Planung kann es der Fall sein, dass der Bildungsurlaub abgelehnt wird aufgrund der Betriebsplanung, Arbeitsaufteilung und Urlaub anderer Mitarbeiter. Idealerweise sollte man im persönlichen Beurteilungsgespräch seinen Bedarf anmelden, dann ist er gut planbar für das Unternehmen.

weltkarte weiterbildung

Ein Bildungsurlaub ist sehr beliebt um Sprachen zu lernen und damit im Umgang mit Kunden für die Firma einen Vorteil zu erarbeiten. Es ist jedoch keine Vorraussetzung, dass die Art der Weiterbildung mit dem fachlichen Qualifikation des Berufs übereinstimmt. Das ist im Einzelfall zu verhandeln. Auch für die persönliche Entwicklung ist es möglich Bildungsurlaub zu beantragen, zum Beispiel für eine NLP Ausbildung oder eine Coach Weiterbildung. Viel zu wenig Arbeitnehmer wissen von dieser Regelung und der Urlaub zur Weiterbildung wird leider viel zu wenig oft in Anspruch genommen. In manchen Fällen übernimmt die Firma sogar einen Teil der anfallenden Reisekosten. Leider machen davon sehr wenig Arbeitnehmer Gebrauch, da man den Arbeitgeber nicht mit “Urlaub” überfordern möchte un des ein schlechtes Licht auf einen werfen könnte. Ich plädiere daher, genau wie bei der Elternzeit, die einmal Mutter- oder Vaterschafts-Urlaub hiess, für die Einführung des Begriffs:  BILDUNGSZEIT

Tapferkeit vor dem Chef….

Donnerstag, 02. Oktober 2008 von Rolf Söder

heißt ein aktueller Artikel in der Ausgabe der PSYCHOLOGIE HEUTE. Dort werden wieder einmal, weil es ja so hipp ist, die Vorgesetzten in Deutschland an den Pranger gestellt.

Deutschland gilt als Land der schlechten Chefs, das hat auch schon die Süddeutsche Zeitung in einer Studie festgestellt. Nur zwei Befragte von 10 fanden die Führungskultur in ihrem Unternehmen als rundum positiv.

Unzählige Mitarbeiter leiden also unter unfähigen und inkompetenten Vorgesetzen und Chefs. Diese sind nicht gut ausgebildet und im Sozialverhalten einfach Nieten - Frauen, genauso wie Männer. Daher brauchen die armen Mitarbeiter Tipps wie sie überleben können, in einem Umfeld von Intriganten, Zicken und Mistkerlen von Chefs.

Mich würde interessieren, ob es auch andere Fälle gibt?

Vielleicht traut sich sogar jemand etwas positives über seinen Chef oder Chefin zu schreiben?

Vielleicht sogar nicht anonym?

Das wäre ja auch so eine Art “Tapferkeit” vor dem Chef!

Viele Grüße Rolf Söder

Internationaler Kongress „Erleben und Lernen“ an der Uni Augsburg – Erlebnispädagogik und Co.

Dienstag, 30. September 2008 von Carsten Gans

Am letzten Freitag und Samstag fand in Augsburg das jährliche Treffen der Branche rund um Erlebnis-Pädagogik, Outdoor-Training und Co. statt. Da ich das Vergnügen hatte, selbst auch einen Workshop zu gestalten und zu moderieren, hatte ich die Gelegenheit, das ganze Spektakel aus mehreren Perspektiven zu betrachten.

Das Kongressthema lautete „Menschen stärken für globale Verantwortung“. Am ersten von zwei Kongresstagen hatte ich für meinen Workshop „Draußen vor der Tür – Outdoor-Training und Co.“ beschlossen, den in meinen Augen etwas zu akademisch und deutlich zu global formulierten Titel des Kongresses umzuwandeln in „Möglichkeiten für die Unterstützung von Menschen auf dem Weg zu einer in sich federnden Persönlichkeit“. Nach etwas wissenschaftlichem Input zu Sinneswahrnehmung und Emotionale Intelligenz und einigen Übungen zum Schärfen der Sinne, lag der Fokus auf dem Erarbeiten von Aspekten einer idealen Lernumgebung. Die Ergebnisse zweier Arbeitsgruppen ergaben folgendes Bild: Eine ideale Lernumgebung sollte folgendes beinhalten/ ermöglichen: Bewegung, raus gehen (aus einer Situation und in die Natur), Einfachheit (auch einfach machen), Perspektivenwechsel (etwas alleine und zusammen machen), sicherer Rahmen (Grundbedürfnisse sollten gedeckt sein), Vertrauen, Freude. 

Nach dem Workshop durfte ich den Ausführungen eines pensionierten Offiziers lauschen, der unter dem für mich zunächst sehr spannenden Thema „Erlebnispädagogik im Wald“ vor allem deutlich Survival-lastig von den Möglichkeiten von „Waldcamps“ sprach. Vor allem als er mit Nachdruck über seinen Kampf gegen die Ämter sprach mit dem Hinweis, dass er das alles vor allem auch für die anwesenden Zuhörer tat, wurde deutlich, dass seine Zeit der Sozialisierung deutlich länger als die meine gedauert hatte. Ein „alter“ Pfadfinder bemängelte etwas später beim Betrachten von „Aktionskisten“ ,aus meiner Sicht zurecht, dass Militär-Artikel wie z.B. ein „Military Survival Kit“ weniger geeignet sind, um Kindern die Natur näher zu bringen. Die vorher getätigte Aussage des Referenten, man könne mit Hilfe der selbstredenden Orientierungs-Kiste innerhalb von einer halben Stunde das Orientieren mit Karte, Kompass und anderen Hilfsmitteln beherrschen (gerade beim Militär unterscheidet man deutlich zwischen Kennen, Können und Beherrschen), fand ich bereits bei der Aussprache sehr dreist, was sich nach Ansicht der Orientierungskiste nicht wirklich geändert hat. Da ging mit ihm die Selbstbegeisterung wohl etwas durch.

Anschließend war reichlich Zeit, um sich die dünn gesäten Stände der ausstellenden Wettbewerber und die Aktionen auf dem Vorplatz anzusehen. Einer der Aussteller meinte später, dass es sich nicht wirklich gelohnt hätte – sprich das Geld hätte sparen können. Einige etablierte aus der Branche haben das wohl schon früher erkannt und hatten deshalb keinen Stand, wie z.B. KAP Outdoor. Die gepolsterten 50er-Jahre-Möbel auf der Wiese vor den Gebäuden, die Kettcars für Erwachsene und die sehr innovativen Möglichkeiten, mit ferngesteuerten Autos seinen Spaß zu haben, festigten bereits zu meiner Halbzeit zwei Eindrücke, die für meine Sachen als hilfreiche Negativ-Beispiele dienen dürfen:

Erstens zuviel Survival, das mit dem Wesentlichen – der Entwicklung persönlicher Werte und Kompetenzen – wenig zu tun hat. Was bringt es meinen Teilnehmern, wenn sie wissen, wie man mit fast nichts Feuer macht oder wenn sie aus Birkenrinde ein Brot backen können? Zweitens viel zu viel Tools und Spielzeuge, die sicherlich Kindern viel Spaß bereiten, aber für Erwachsene ungeeignet sind, um ernsthaft an Dingen zu arbeiten. Ich denke letzteres ist wohl vor allem der Erlebnispädagogik an und für sich zu verdanken. Viele Anbieter kommen einfach nicht von der Pädagogik weg, die sich ja ursprünglich und aus dem Griechischen kommend mit der Erziehung/ Bildung von Knaben/ Kindern beschäftigt hat. – Erlebnis ja, aber bitte nicht kindgemäß, sondern Erwachsenengemäß.

Ach ja damit war noch nicht Schluss. Als Höhepunkt des Tages kam Frau Vera F. Birkenbihl auf einem zierlichen Cityroller in den großen Saal der Juristerei eingefahren, um über die Bedeutung der Erfindung der Brille und des Wasserrades, den Bloom-Test und andere hilfreiche Dinge für uns als Lehrer, Outdoor-Trainer, Männer oder Frauen zu sprechen. Was Frau Birkenbihl bereits seit mehreren Jahrzehnten auf unterhaltsame Weise zu sagen hat, kann man z.B. auf Ihrer Seite nachlesen und auch hören: http://www.birkenbihl-insider.de/ .

Mein Gesamt-Resumee: das nächste Mal werde ich gerne wieder hingehen, dann aber etwas länger und nicht als Referent, damit ich mir auch einen Eindruck von den Angeboten machen kann, die eher in meine Richtung gehen.

Was haben Sie aus dem Kongress gelernt oder mitgenommen?

Weiterbildung bringt was, “Die Weiterbildungslüge”

Dienstag, 23. September 2008 von Rolf Söder

Das Buch “Die Weiterbildungslüge” vom Psydonym Dr. Gris versucht mit 10 Punkten zu belegen, dass Weiterbildung nichts bringt. Folgende Thesen sind angeführt, zu denen ich hier Stellung nehmen möchte, denn Weiterbildung bringt was!

1. Seminare bringen nichts

Was für eine platte Verallgemeinerung. Da schwingt sich Dr.Gris auf, für alle und jeden zu sprechen, der schon einmal in einem Seminar gesessen war. Das es sicherlich genug Weiterbildungen gibt, die didaktisch nicht gut sind, oder von einer ungenügenden Lernatmosphäre geprägt sind, ja da stimme ich zu. Mit Generalisierungen von solchem Ausmass kann ich jedoch nicht einmal annähernd etwas anfangen.

2. Nur die Willigen sollten ins Seminar

Wer sonst? Und für die, die es nicht für nötig halten, oder nur widerwilig kommen, muss der Trainer in der Lage sein, sie zu öffenen und zu begeistern. Das gelingt vielleicht nicht immer, ist in meiner Arbeitsauffassung aber ein selbstverständlicher Teil der Arbeit.

3. Gruppendruck verhindert lernen

Massgeblich für die herrschende Gruppendynamik ist der Veranstaltungsleiter. Es würde mich wirklich interessieren, wie es in der Seminaren von Herrn Dr.Gris zu geht.

4. Nur Leidensdruck führt zu Lernerfolg

Wer hat denn diese gruselige These erfunden? Das schönste und tiefgreifendste Lernen erfolgt durch Lust und Leidenschaft und nicht durch Leiden!

5. Chefs verweigern Entwicklungsgespräche

Das mag sein, dann sind sie unsicher und haben selbst Entwickungsbedarf!

6. Chefs sind nicht konfliktfähig

dito zu Punkt 5

7. Personalentwickler sind Papiertiger

Das mag in gewissen Organisationen und Unternehmen so sein. Was hat das aber damit zu tun, dass Lernen Menschen weiterbringt?

8. Weder Gieskanne, noch Massanzug bringen was

Nach meiner Erfahrung bringt Gisskanne gar nichts, umso mehr der Massanzug!

9. Topmananger sind schlechte Vorbilder

Ja, da stimme ich zu. Frage ist nur weshalb?  Weil manche in den oberen Etagen in Allmachstphantasien schwelgen und den Bezug verloren haben zum “Fussvolk”? Was hat das wiederum damit zu tun, dass Weitebildung nichts bringt. Gerade das sollte doch ein Ansporn sein, es besser zu machen und dazu zu lernen, wie man das bewerkstelligen könnte.

10. Trugschluss Bildungscontrolling

Sauber messbare Ergebnisse sind schwer zu erreichen, zumindest in einigen Bereichen der persönlichen Entwickung. Mittlerweile gibt es allerdings auch für diese Themen so genannte “Brigitte”-Tests, also vorher und nachher zu vergleichen und in eine Relation zu setzen.

Insgesamt scheint mir das Buch ein toller Marketing-Schachzug zu sein. Möge dem Psydonym-Autor Dr. Gris soviel Erfolg beschert sein, dass er seine Identität preisgeben kann und unbeschwert in die Diskussion einsteigen kann.

Coaching Ausbildung Frankfurt

Dienstag, 16. September 2008 von Rolf Söder

Im Oktober 2009 starten unsere Partner Waltraud Wagner und Rolf Söder die nächste Coaching Ausbildung nahe Frankfurt. Die Business Coach Ausbildung erstreckt sich über insgesamt 15 Tage, verteilt über 5 Module. Der Seminarort ist Partenstein im Spessart, von Frankfurt aus bequem in einer Stunde mit dem Auto erreichbar, mit dem Zug von Frankfurt HBF sogar in 40min.

Die Inhalte der Coaching Ausbildung nahe Frankfurt sind:

Modul 1, Grundlagen

  • Psychologisches Grundwissen
  • Rolle und Haltung des Coach
  • Auftragsklärung
  • Kontraktbildung zwischen Coach und Klient
  • Methoden für Coaching

Modul 2, Kommunikation und Interventionen

  • Herstellen von vertraulicher und vertrauter Atmosphäre
  • Sprachliche Oberflächen- und Tiefenstruktur erkennen
  • Lösungsorientiertes Fragen
  • Hypnotische Sprachmuster zur Lösungsfindung
  • Mediation zur Lösung interer und externer Konflikt

Modul 3, Systemisches Coaching

  • Grundlagen der systemischen Aufstellungsarbeit
  • Das Individuum als System
  • Coaching in Systemen, wie Teams oder Gruppen

Modul 4, das persönliche Coach-Credo

  • Motivanalyse des eigenen Coachingwunsches
  • Erarbeiten eines persönlichen Coach-Entwurfs
  • Marketing für Coaches
  • Glaubenssatzarbeit

Modul 5, Fälle aus der Praxis

  • Meistern vermeintlich schwieriger Fälle
  • Umgang mit Macht
  • Präsentation der Fallstudien
  • Test und Probecoaching

Die Ausbildung ist sowohl für Angestellte geeignet, die in ihrem beruflichen Umfeld Coaching Methoden einsetzen wollen, als auch für Selbstständige, die ihre persönliche Kompetenz erweitern möchten. Bereits in den zurückliegenden Business Coach Ausbildungen kamen einige Teilnhemer aus Frankfurt und der Umgebung von Frankfurt.

Näheres zum Angebot “Coaching Ausbildung nahe Frankfurt” finden Sie unter nachstehendem Link: Coaching Ausbildung oder unter NLP Frankfurt.

DGFP-Messe Personal und Weiterbildung in Wiesbaden

Montag, 01. September 2008 von Carsten Gans

Anfang Juni war es wieder so weit. Die DGFP lud wieder in die Rhein-Main-Hallen nach Wiesbaden, um sich über Dienstleistungen und Produkte der Branche zu informieren. Gemeinsam mit einer Partnerin des COACHING WERKs lies ich mir das auch dieses Jahr nicht entgehen. - Auf dem Anzug mit Pfeil und Bogen bewaffnet, haben wir als mobiler Stand für reichlich Aufmerksamkeit gesorgt. Die Großen der Branche haben für ihre teilweise sehr einfallslosen Riesenstände 5-stellige Summen ausgegeben, um von den Messebesuchern vor allem nach Geschenken/ Mitgibseln befragt zu werden, wenn es nicht gerade offensichtlich leckeres Eis von einem italienischen Schlitzohr gab, der das Eis beim Überreichen mehrmals trickreich fast fallen ließ.

Ansonsten viel Gähnen. Erstens, weil es nicht nur nach unserer Einschätzung deutlich weniger Besucher gab als im letzten Jahr und zweitens, weil das wohl auch daran lag, dass man in erschreckend schlechten Vorträgen (etwa 4 von 5) meist nur etwas über eine Softwarelösung erfuhr statt über die gemäß Vortragstitel angekündigten “neuen Trends”. Nach dem Motto “hast Du Software - hast Du gute Personalarbeit!”.

Ich denke, dass die DGFP viel tun muss, damit die Messe für die Aussteller weiterhin attraktiv bleibt und im nächsten Jahr nicht weiter den Bach runtergeht.

Mit neugierigen Grüßen, Ihr Carsten Gans.

Draußen vor der Tür - Outdoor-Training und Co.

Montag, 01. September 2008 von Carsten Gans

“Draußen vor der Tür” ist eines der bekanntesten Stücke der sogenannten Trümmerliteratur, in dem Wolfgang Borchert seinen Kriegsheimkehrer Beckmann am Ende ohne Antworten auf seine Fragen auf den Stufen seines alten Elternhauses zurücklässt. Vor kurzem habe ich an ihn gedacht als ich im Fernsehen eine Dokumentation über einen Mann gesehen habe, den es nach der Heimkehr vom Krieg nicht lange im Dorf gehalten hat, weil er als erstes zu sich selbst kommen wollte. Also führte ihn sein erster Weg weder zu Verwandten noch zu Freunden sondern in den Wald, einem Platz, an dem er geschützt von Bäumen in seiner Stille sein konnte. Wäre Borcherts Beckmann nicht draußen direkt vor der Tür sitzen geblieben, sondern in die Natur gegangen, hätte er vielleicht eine Antwort auf seine Fragen bekommen.

Warum gelingt es Menschen häufig leichter, sich zu entspannen, zu sich zu kommen und Entscheidungen zu treffen, wenn sie in die Natur gehen? Eine beliebte Freizeitbeschäftigung in Deutschland ist es noch heute, spazieren zu gehen - nach dem Essen, mit dem Hund, am Sonntag, alleine, zu zweit, mit der buckligen Verwandtschaft oder der ganzen Hochzeitsgesellschaft. War in der Hochzeit der Romantik zu Beginn des 19. Jahrhunderts die romantische Landpartie ein Ausdruck der Sehnsucht nach grenzenloser Freiheit und als Gegenbewegung zum Zeitalter der Industrialisierung zu verstehen. So suchen wir auch heute noch den Ausgleich zum technisierten Alltag, zur Enge unserer Städte draußen vor der Tür in der Natur oder bei einer Urlaubsreise in ferne Länder.

Ich vermute, dass der Grund für diesen Drang nach draußen in unserer Geschichte zu finden ist. Bis vor wenige Hundert Jahre war es überlebensnotwendig, sich mit der Natur zu arrangieren, deren Ressourcen zu nutzen, Schutz zu suchen. Dabei haben wir gelernt, die Werte der Natur zu schätzen, denn sie Waren das wichtigste, was wir hatten. Auch wenn wir hier in Deutschland im Alltag scheinbar keine Natur mehr brauchen - schließlich gibt es Wohnungen mit Heizungen, Supermärkte und weitaus sinnlosere Errungenschaften - so werden wir doch das unbestimmte Gefühl nicht los, dass unsere Wälder, Wiesen, Bäche und Flüsse ein Teil von uns sind und wir uns gerne aufmachen, um uns ganz zu fühlen.

Alle noch dabei? - Aber was will uns der Gans damit sagen und was hat das mit Outdoor-Training zu tun? - Vielleicht alles!

Wenn wir unsere Persönlichkeit entwickeln wollen, sollte eine hierfür geeignete Lernumgebung:

> möglichst frei von Technik sein, da Menschen keine Maschinen sind und Technik von uns selbst ablenkt.

> ermöglichen, uns mit uns selbst zu beschäftigen und nicht mit unserer Umgebung.

Ich bin der Überzeugung, dass dies in einer natürlichen Umgebung sehr gut gelingen kann, da sie uns auf unsere Persönlichkeit reduzieren kann - fernab unseres technisierten Alltags - und Lernen frei von Zwängen und mit Hilfe (mittlerweile) ungewohnter Aufgaben ermöglicht.

Wenn Sie wissen möchten, was andere Menschen, die sich mit dem Thema beschäftigen, dazu sagen - hier einige Links zu Artikeln, Interviews und wissenschaftlichen Arbeiten:

Ich wünsche Ihnen eine fröhliche Zeit, Ihr Carsten Gans.

Coaching Event am 27.10.2008 in Kassel

Montag, 25. August 2008 von Rolf Söder

Am Montag, den 27.10.2008 veranstaltet der Deutsche NLP Coaching Verband seinen zweiten Coaching Event. Die Veranstaltung findet dieses Mal in Kassel im Ramada Hotel bei der Stadthalle statt.

Motto des Events:
Coaching - Ein Weg mit vielen Zielen ein Navigationsinstrument in komplexen Welten.

Coaching hat sich mittlerweile als ein erfolgreicher Beratungsansatz in vielen Lebensbereichen bewährt. Das NLP Coaching ist ein Ansatz, welcher Entwicklungspotenziale frei setzt und neue Perspektiven öffnet. Die Konzepte des NLP Coachings können dazu genutzt werden, Selbstmanagement, Mitarbeiterführung, Personalentwicklung, Präsentieren und Unterrichten oder die Gesundheitsprophylaxe zu verbessern.
In acht Workshops werden acht Referenten den NLP Coaching Ansatz in den verschiedensten Kontexten demonstrieren. Die Eventteilnehmer werden einen Einblick in den Coachingansatz bekommen und können seine Anwendung unmittelbar erleben. Die Workshops sind einerseits Einführungen in grundlegende NLP-Konzepte für das Coaching, sowie interessante Weiterentwicklungen im Bereich Coaching, systemischer Arbeit und NLP.

Die Referenten sind:
Harald Brill, Klaus Grochowiak, Rolf Söder, Detlef Hempel, Reinhard Ahrens, Peter Möhrs, Katrin Fleischer und Andreas Knierim.

Neben den Workshops gibt es weitere kleine Events und Gelegenheit für den Austausch und Dialog.
Es besteht auch die Möglichkeit, ein kostenloses halbstündiges Einzelcoaching zu erhalten, Infos bezüglich interessanter Bücher, zum Verband und von NLP Coaching-Ausbildungen zu bekommen.

Weitere Infos direkt beim Verband unter www.deutscher-nlp-coaching-verband.de

Coach Ausbildung zum Business Coach!

Montag, 25. August 2008 von Rolf Söder

Die von den Partnern des Coachingwerks ausgerichtete Business Coach Ausbildung ist ausgebucht! Eine weitere 15-tägige Seminar-Reihe wird im März 2009 starten. Die Ausbildung umfasst insgesamt 5 Module mit den Themen:

- Grundlagen des Coachings

- Interventionen mit Klienten

- Systemisches Coaching

- Das persönliche Coaching-Credo

- Praxis im Coaching

Termine demnächst hier im Blog, aber auch unter dem folgenden Link:
Coach Ausbildung

Viele Grüße

Rolf Söder