Coaching und Auftragsklärung

In einer Coaching-Sequenz ist die Phase der Aufträgsklärung eine ganz entscheidende. Nachdem der Coachee sein Problem geschildert hat, hat der Coach noch keinen Auftrag. Das ist ein eigenständiger Schritt, denn dabei wird der “Vertrag” zwischen Coach und Coachee geschlossen.

Daher muss in der Phase Auftragsklärung zum einen definiert werden, was der Coachee verändert haben möchte – und der Coach muss sich im Stande sehen und fühlen, den Auftrag auch anzunehmen.

Während der Auftragsklärung und Kontraktbildung wird aus dem Problem, welches der Coachee hat, ein Ziel oder eine Lösung.

Dazu stellt der Coach etwa Fragen wie:

- Was wäre ein gutes Ergebnis, wenn wir in ein Coaching einsteigen?

- Woran würdest Du merken, dass das Coaching ein Erfolg war?

- Wie würdest Du mir jetzt Dein Ziel beschreiben?

- Was hättest Du gerne anstatt des Problems?

- ……….etc.

Der Coachee beginnt nun seine Ziel-Phantasie zu beschreiben. Dabei ist es sehr wichtig, dass diese positiv beschrieben wird. Oft kommen Sätze wie,

„Ich will keinen Stress mehr haben!“

„Ich will mich nicht mehr ärgern!“

„Ich habe keine Lust mehr der Depp zu sein!“

etc…………..

Der Coachee beschreibt also, was er nicht will und nicht was er stattdessen will! Hier hat der Coach die Aufgabe zu fragen:

„Wenn Du nicht mehr………. willst, was willst Du denn anstatt?“

Dann erhält der Coachee ein klares Zielbild, was elementar wichtig für ein gelungenes Coaching ist. Eine Lösung oder ein Ziel sollte in der Formulierung kein „kein“ und kein „nicht“ enthalten. Das Unbewusste des Menschen kann nicht verneinen, auch das des Coachees nicht. Wenn er sich also das Ziel setzt „Ich will mich nicht mehr aufregen!“ Woran denkt er als erstes………….. klar ans Aufregen!

In der Auftragsklärungsphase kann der Coach für viel Motivation beim Coachee sorgen, in dem er ihn mental schon in die Zukunft schickt, wo das Problem bereits gelöst ist.

Das geschieht durch sinnesspezifische Fragen bezüglich des Zielzustands, also,

- Wie würdest Du Dich fühlen?

- Was würdest Du sehen?

- Was würdest Du hören?

Somit kann der Zielzustand sinnlich attraktiv für den Coachee werden und damit entsteht Veränderungs-Motivation.

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