Die “WARUM”-Frage im Coaching-Kontext

In meinen Ausbildungen rund um das Thema Coaching stieß ich immer wieder auf das Dogma: “Die Frage nach dem “WARUM” darf ein Coach/Begleiter nicht stellen, denn sie führt den Klienten nur weiter ins Problem”. Nach einigen Jahren mit vielen Coaching-Sequenzen sehe ich das mittlerweile ein wenig differenzierter.

Es besteht kein Zweifel, die Frage nach Begründungen eines Problems mit “WARUM”, führt zu einer intensiven Beschäftigung mit den Ursachen, die im System des Klienten liegen. Das ist so. Die Frage hat der Coachee sich meist selbst schon oft gestellt und kommt auf Antworten oder nicht. Dazu braucht er also nicht unbedingt einen Coach.  Jedoch ist es für den einen oder anderen Klienten hilfreich die Ursachen seines Problems zu kennen, um sein eigenes System besser verstehen zu können. Ein wenig nach dem Motto “Problem erkannt, Problem gebannt”! Teilweise erleichtert das auch den Lösungsfindungsprozess, weil die Ursache als gar nicht so schwerwiegend vom Klient empfunden wird.

Oder nehmen wir den Moment in dem der Coach den Coachee zu Ressourcen führt, um eine Lösung zu generieren. Mit der Lösungsphysiologie nun zu fragen : “Warum dies eine gute Lösung ist?” ist eindeutig unterstützend, denn sie kloppft die Lösung noch einmal ab und untermauert ihre Wirkung. Eventuell werden dabei sogar noch Verbesserungsmöglichkeiten gefunden.

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