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Business Coach (IHK) in 5 Tagen……………..

Mittwoch, 01. Juli 2009 von Rolf Söder

Irgendwie wird es immer doller! Die IHK Würzburg bietet eine Business Coach Ausbildung mit 5 Tagen an! Niemand, aber auch wirklich niemand, wird in 5 Tagen zum Coach. Im übrigen gilt das auch für alle anderen Berufe. Da gibt es Lehrjahre!

Ein echter Quickie, den die IHK da anbietet, und ein weiteres Beispiel, wie sich die Branche “Coaching” zur Zeit darstellt. Da gibt es so gut wie alles im Angebot, was Dauer, Inhalte und Preis anbetrifft. Standardisierung täte Not.  Da gibt es ein buntes Allerlei an Verbänden, deren Namen meist mit “Deutscher Verband für………..” beginnt. Schaut man genauer nach sind es ein paar (für eine Verbands-Gründung braucht man 7 Personen) Institute/Menschen, die meist selbst ausbilden und damit ihre eigenen Qualitäts-Standards setzen. Das muss nicht automatisch bedeuten, dass die angebotene Ausbildung nichts taugt, bedeuted aber auch nicht automatisch das Gegenteil.

Daher kann man Interessenten an einer Coaching Ausbildung nur empfehlen, sich vorort beim Anbieter schlau zu machen. Am besten man erlebt den/die Ausbilder im Tranings-Kontext und bekommt so einen fundierten Eindruck, ob es paßt.

Da ich selbst Coaching Ausbildungen anbiete, im übrigen ohne irgendeine Verbands-Zertifizierung, weiss ich, dass diejenigen Teilnehmer, die sich nach einem Basisseminar bei mir anmelden, passen. Ein persönliches Gespräch vorher geht auch und ist die zweitbeste Möglichkeit auf Nummer sicher zu gehen. Ich räume dann ein, dass nach dem ersten Modul beide Seite aussteigen können.

Hier also der Link zu IHK Würzburg: http://www.wuerzburg.ihk.de und hier der Link zu unserer 15 tägigen Ausbildung: http://www.mindmarketing.de/business-coach-ausbildung.html

Viele Grüße, Rolf Söder

Wie finde ich die/den richtige(n) Coach?

Mittwoch, 03. Juni 2009 von Rolf Söder

Wenn ein Coaching förderlich sein soll, ist es sinnvoll einige Punkte vorher zu bedenken. Für eine wohlgeformte Auswahl eines Coaches sind einige Punkte zu bedenken.Schliesslich investieren Sie Zeit und Geld in das Coaching und möchten auch einen entsprechenden Benefit haben. Beginnen Sie damit bevor Sie sich auf die Suche nach einem Coach machen. Das erleichtert Ihnen das Finden!

Legen Sie genau fest, was Sie sich von ihrem Coaching erhoffen. Schreiben Sie sich auf welche Erwartungen und Ziele Sie haben und bedenken Sie für sich, welche Anforderungen ihr Coach erfüllen muss, beispielsweise Spezialkenntnisse, Kosten oder Alter.

Besprechen Sie vorher mit einer Person Ihres Vertrauen Ihre Coachingabsicht und Ihren Erwartungen sowie Ihre Auswahlkriterien. Holen Sie sich externes Feedback zu Ihrem Vorhaben.

Fragen Sie Kollegen, Freunde, Bekannte nach ihren Erfahrungen mit Coachinganbietern. Prüfen Sie eventuelle Empfehlungen sehr sorgfältig.

Vergleichen Sie die Angebote bezüglich der Vor- und Nachteile. Informieren Sie sich und holen sich Auskunft über Coaching-Angebote von verschiedenen Coaches ein.

Testen Sie die Qualifikation eines Coaches, indem Sie  Sie seinen Ausbildungshintergrund überprüfen. Was genau befähigt ihn, als Coach zu arbeiten. Welche Ausbildungen hat er, welche Berufserfahrungen.

Überprüfen Sie den Erfahrungshintergrund des Coaches bezüglich Ihrer Coachinganliegen bzw. finden Sie heraus, ob er bereits mit ähnlichen Anliegen, wie dem Ihren gearbeitet hat.

Erfragen Sie die Vorgehensweise des Coaches. Ein professioneller Coach wird Ihnen den Ablauf eines Coachings ebenso erläutern können, wie den Einsatz seiner Methoden.

Die meisten Coaches sind auf bestimmte Probleme, Anwendungsbereiche, Themen und Zielgruppen spezialisiert. Schauen Sie nach, ob Sie zu den Hauptkunden des Coachs passen. Erfragen Sie gegenbenfalls Referenzen und Fallbeschreibungen.

Achten Sie auf die Gesamterscheinung des Coaches. Sind Person, Unterlagen, Auftreten stimmig? Verhält er sich diskret?

Können Sie ihm vertrauen und fühlen Sie sich gut aufgehoben bei ihm.

Vertrauen Sie Ihrem Gefühl: Engagieren Sie keinen Coach, der Ihnen unsympathisch ist!

Lassen Sie die erste Sitzung nachwirken. Hat Sie Ihnen genutzt ihren Anliegen näher zu kommen. Wenn es Ihnen hilft, dann wird es Sie weiterbringen.

Bei vielen Coaches ist das Kennenlernen kostenlos. Ein Treffen von etwa 30min sollte ausreichen, dass Sie Ihre Fragen stellen können und sich ein Bild machen, ob Sie sich für den Coach entscheiden können.

Früher war die Zukunft auch besser

Montag, 09. März 2009 von Carsten Gans

…Viele würden in aktuell kriselnden Zeiten wie diesen wohl vorbehaltlos Karl Valentin zustimmen, von dem das Zitat stammt. Aber war die Zukunft früher tatsächlich besser, was war in der alten Gegenwart besser? Und wie sieht überhaupt unsere Zukunft aus? - Von Unterhosen, Zeitmessern und Freiheitsentzug durch Mobilität.

Ich denke es lohnt sich, einen genaueren Blick auf zwei Themen zu werfen, die immer enger miteinander verknüpft sind: Komfortzone und Zeit.

Wie war das früher mit der Zeit? - Rein statistisch gesehen, hatten die Menschen bis vor einigen Hundert Jahren weniger als die Hälfte der Lebenszeit zur Verfügung - von ca. 30 Jahren um 1500 bis heute ca. 80 Jahre. Während der Industriellen Revolution erhöhte sich die Lebenserwartung enorm, unter anderem wesentlich durch die Erfindung des Webstuhls. Erst dieser ermöglichte die weite Verbreitung von Stoffen, die dazu geeignet waren, hygienische Unterhosen herzustellen, die man im Intimbereich auf der Haut tragen und vor allem auch waschen konnte. Die Lebenszeit teilte sich wiederum zu etwa je einem Drittel auf in lebensnotwendige Zeit (Schlafen, Essen usw.), Arbeitszeit und Freizeit. Heute haben wir mit ca. 50% mehr Freizeit als je zuvor. Bei gleichbleibendem Anteil der lebensnotwendigen Zeit bei einem Drittel, müssen wir nur noch etwa 20% unserer Zeit arbeiten. Soweit zur Statistik - da die meisten unserer Vorfahren als Christen aber an eine Auferstehung und das ewige Leben glaubten, kehrt sich die Entwicklung für die große Mehrheit von “Ungläubigen” subjektiv um - das Leben ist so für viele unendlich kürzer geworden. Doch bleiben wir zunächst bei objektiven Maßstäben. Die mechanische Messung der Zeit beginnt flächendeckend Ende des 13. Jahrhunderts mit der Verbreitung von Räderuhren. Bis dahin waren Zeichen der Zeit unter anderem “der erste Hahnenschrei” und “der Einbruch der Dämmerung”. Die Zeitmessung durch Uhren gewann immer mehr an Bedeutung für die Organisation des menschlichen Lebens. In der Rechtsprechung galt bald der Grundsatz “Freiheitsentzug ist der Entzug von freier Zeit.”

Laut einer Umfrage des Forsa-Instituts haben etwa 60% der Deutschen die Vorsätze “weniger Stress” und “mehr Zeit für Familie, Freunde und sich selbst”. - Subjektiv empfinden also 60% der Deutschen, dass sie zu wenig freie Zeit haben. Objektiv betrachtet haben diese Menschen mehr als genug davon. - Was stimmt hier nicht? Anscheinend geht es nicht um das “Wieviel” sondern um das “Wie” - wie nutzen wir unsere freie Zeit? Eine Mehrheit in unserem schönen Land offensichtlich auf eine Art und Weise, dass die eigentlich freie Zeit als stressig und fremdgesteuert wahrgenommen wird. Einige neigen wohl auch dazu, einen großen Teil ihrer Zeit totzuschlagen, die dann natürlich auch nicht mehr zur Verfügung steht.

Ein einflussreiche Rolle bei dieser Art der Zeit-Gestaltung spielt vermutlich die fast ständige Erreichbarkeit und somit auch Verfügbarkeit per Handy. - Die effiziente Technik macht es möglich, zugleich unterwegs und erreichbar zu sein. - Ein Zustand, den es vor etwa 30 Jahren noch nicht gab. Ich denke, es lohnt sich, uns bewusst zu machen, dass dies ein zumindest ungewöhnlicher, vielleicht sogar unnatürlicher Zustand ist. Warum? Schon Heissenberg hat in seiner Unschärferelation erkannt:

  • Es ist nicht möglich, die Position und den Impuls eines Quantenobjektes gleichzeitig exakt zu messen.
  • Die Messung der Position eines Quantenobjektes ist zwangsläufig mit einer Störung seines Impulses verbunden, und umgekehrt.

Wenn also der Mensch X von A nach B unterwegs ist, kennen wir den Impuls von X, als Arbeitgeber von X sogar seine Motivation der Reise. Über sein Moblilfunk-Netz kennen wir darüber hinaus fast jederzeit seine aktuelle Position. - Nach Heissenberg ist es bereits zwangsläufig mit einer Störung von Impuls oder Position verbunden, wenn wir nur eines davon messen (siehe 2. Satz). Nun ist es uns sogar technisch möglich, beides gleichzeitig zu messen, was der Physiker gar nicht ‘vorgesehen’ hat.

Welch große Störung das verursachen kann, hat das deutsche Literatur-Genie Daniel Kehlmann (bekannt für seinen Bestseller “Die Vermessung der Welt”) im großen FAZ-Interview am 27.12.08 wie folgt umschrieben: “Man ist selbst ständig woanders, und zugleich führt man zu jedem Zeitpunkt ein Dutzend Konversationen mit Leuten, die über die halbe Welt verteilt sind. Das sind alles keine oberflächlichen Veränderungen. Was wir da mitmachen, ist eine große seelische Umwälzung.”…”Ich befürchte immer mehr, dass … wir tatsächlich eine Entwicklung erleben, die keinen Ausweg hat - oder wenn, dann nur einen Ausweg, den wir nicht wollen können, nämlich einen Totalzusammenbruch des Systems, eine ungeheure Katastrophe oder einen Weltkrieg.”… “Die Maschen des Netzes werden immer enger. Wenn es überhaupt einen Ausweg gibt, dann wird dieser nur Einzelnen offenstehen - als Luxus für reiche Erben.”

Die nicht ständige Erreichbarkeit als Luxus! - Freiheitsentzug durch Mobilität? Sind wir uns dessen wirklich bewusst? Probieren Sie es doch einmal aus. Verstecken Sie Ihr Handy irgendwo zu Hause in einer Kiste, ausgeschaltet selbstverständlich und rühren Sie es zwei Tage lang nicht an; und lassen Sie zwei Tage lang auch Ihren Laptop und Ihren PC aus. Wie fühlt sich das an? Haben Sie Entzugserscheinungen, haben Sie Kopfschmerzen oder können Sie schlecht schlafen? - Dann empfehle ich Ihnen zwei Heilmethoden aus der Volksmedizin, welche im Spessart noch im Jahre 1869 angewendet wurden: “Kopfschmerzen zu tilgen, trage man die Klauen einer Ziege auf bloßem Leibe oder binde sich die Sehnen desselben Tieres an Hände und Füße. Beides stillt die Schmerzen des Krampfes.” Und: “Nimm zwei Hasenohren, lege sie einem, der nicht schlafen kann, unter das Kissen.” - Wenn das nicht hilft, machen Sie doch bewusst, dass Sie nicht ständig jemanden brauchen, der Ihnen sagt, was Sie tun sollen, was er für Sie tun kann oder dass man Sie mag. “Jeder ist sich selbst am nächsten” könnte eine positive Bedeutung bekommen.

Mit besten Grüßen, Carsten Gans.

Bildungsurlaub oder Bildungszeit

Montag, 02. März 2009 von Rolf Söder

Weiterbildung ist einer der sehr wichtigen Schlüssel zum Erfolg eines Unternehmens. Wer in der Lage ist seine Mitarbeiter stets zu qualifizieren, fachlich und persönlich, der wird entscheidende Wettbewerbsvorteile geniesen. Die aktuelle Situation der Arbeitsmärkte in Deutschland und Europa macht es unumgänglich sich kontinuierlich weiter zu bilden,  um den ständig schneller sich ändernden Anforderungen gerecht zu werden.

Per Gesetz hat der deutsche Staat es geregelt, dass ein Arbeitsnehmern Bildungsurlaub beantragen darf. Es sind 5 Tage pro Jahr in Deuschland und in einigen Ländern Europas 10 Tage alle zwei Jahre. Allerdings ist dieser Anspruch nicht in allen Bundesländern Deutschlands gegenüber dem Arbeitsgeber einzufordern. In Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen beispielsweise hat der Arbeitsnehmer keinerlei Anspruch auf Bildungsurlaub. Der Bildungsurlaub muss mindestens 1 Monat im Voraus beantragt werden, damit man diesen auch vom Arbeitsgeber bewilligt bekommt. Bei kurzfristiger Planung kann es der Fall sein, dass der Bildungsurlaub abgelehnt wird aufgrund der Betriebsplanung, Arbeitsaufteilung und Urlaub anderer Mitarbeiter. Idealerweise sollte man im persönlichen Beurteilungsgespräch seinen Bedarf anmelden, dann ist er gut planbar für das Unternehmen.

weltkarte weiterbildung

Ein Bildungsurlaub ist sehr beliebt um Sprachen zu lernen und damit im Umgang mit Kunden für die Firma einen Vorteil zu erarbeiten. Es ist jedoch keine Vorraussetzung, dass die Art der Weiterbildung mit dem fachlichen Qualifikation des Berufs übereinstimmt. Das ist im Einzelfall zu verhandeln. Auch für die persönliche Entwicklung ist es möglich Bildungsurlaub zu beantragen, zum Beispiel für eine NLP Ausbildung oder eine Coach Weiterbildung. Viel zu wenig Arbeitnehmer wissen von dieser Regelung und der Urlaub zur Weiterbildung wird leider viel zu wenig oft in Anspruch genommen. In manchen Fällen übernimmt die Firma sogar einen Teil der anfallenden Reisekosten. Leider machen davon sehr wenig Arbeitnehmer Gebrauch, da man den Arbeitgeber nicht mit “Urlaub” überfordern möchte un des ein schlechtes Licht auf einen werfen könnte. Ich plädiere daher, genau wie bei der Elternzeit, die einmal Mutter- oder Vaterschafts-Urlaub hiess, für die Einführung des Begriffs:  BILDUNGSZEIT

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Mittwoch, 18. Februar 2009 von Julia Volland

Von der Fachkraft zur Führungskraft -  Ein Karriereschritt mit vielfältigen neuen Aufgaben und Herausforderungen

  • War bisher vor allem das fachliche Know-how gefragt, treten nunmehr die Führungs- und Sozialkompetenzen in den Vordergrund.
  • War die Fachkraft bisher nur für die eigene Leistung verantwortlich, so trägt die Führungskraft jetzt Verantwortung für die Leistungen aller Teammitglieder.
  • Frühere Kollegen sind nun Mitarbeiter, ein Rollenwechsel mit Chancen und Risiken. Wie findet man das richtige Maß zwischen Kollegialität und Autorität?
  • Die junge Führungskraft findet sich plötzlich im Spannungsfeld der Erwartungen, zum einen von Seiten des eigenen Vorgesetzten und der Unternehmensleitung, zum anderen von Seiten der früheren Kollegen. Kann man es allen immer Recht machen?

Dies sind nur einige Aspekte mit denen sich die neu ernannte  Führungskraft konfrontiert sieht.

Wie erfolgreich der Rollenwechsel für alle Beteiligten von statten geht, hängt vor allem davon ab, ob und wie der Kandidat auf seine neuen Aufgaben vorbereitet wird und welche Unterstützung er während der schwierigen Anfangsphase erhält.

Leider treten aber immer noch „junge” Führungskräfte ihre neue Position weitestgehend unvorbereitet an, werden sozusagen ins Kalte Wasser geworfen. Dann heißt es, sich freischwimmen oder untergehen. In beiden Fällen wird der Prozess begleitet von sinnlosen Reibungsverlusten - neben der Führungskraft leiden auch die Mitarbeiter und am Ende das ganze Unternehmen.

Dies alles kann durch ein bedarfsgerechtes Entwicklungsprogramm vermieden werden. Neben Trainingsmaßnahmen zum Ausbau von Führungskompetenzen empfiehlt sich während der ersten Monate die Begleitung durch individuelles, zielorientiertes Coaching. Der Zeitraum ist abhängig vom individuellen Bedarf der neuen Führungskraft.

Der Coach agiert als neutraler Interaktionspartner und unterstützt die Nachwuchsführungskraft bei:

  • der Standortbestimmung und Erstellung eines persönlichen Entwicklungsplans
  • der Erarbeitung hilfreicher Strategien
  • der Überprüfung bestehender Werte und Verhaltensmuster auf Ihre Nützlichkeit für die neue Rolle und gegebenenfalls bei deren Neuausrichtung

In einem geschützten, vertrauensvollen Rahmen kann die Führungskraft die gesammelten Erfahrungen regelmäßig reflektieren und erhält offenes Feedback.

Ziel ist: Das eigene Handlungsrepertoire zu erweitern und einen angemessenen Führungsstil zu entwickeln- zum Wohle aller.

Coaching bewerben

Dienstag, 27. Januar 2009 von Rolf Söder

In einem Artikel der Zeitschrift “Wirtschaft und Weiterbildung” wird das Thema Werbung und Marketing für Coaches thematisiert, und zwar in der Form, dass es für Coaches besonders schwer wäre, Ihre eigenen Dienstleistungen zu bewerben. Es wird behauptet, ein Coach muss auf die indirekte Kommunikation ausweichen, also über Referenzen arbeiten, um glaubwürdig zu sein.

Eigenlob stinkt in unserer Gesellschaft, behauptet der Autor Dr. Stefan Kühl, und damit liegt er natürlich uneingeschränkt richtig.  Allerdings verstehe ich nicht, was daran besonders sein soll für einen Coach, vergleicht man die Tätigkeit mit anderen freien Dienstleitungs-Berufen wie Steuerberater oder Anwalt. Auch dort sind Referenzen das wohl stärkste Mittel zur Neukunden-Gewinnung.

Daneben funktionieren bei mir und meinen Kollegen durchaus Akquisen, die auf der Darstellung der eigenen Kompetenz basieren,  beispielsweise bei der Präsentation in einem Unternehmen oder in einem ersten unverbindlichen Gespräch mit einem potentiellen Coachee. Darauf aufsetzend wird dann öfters noch der direkte Kontakt zu einer Referenz-Person gesucht.

Solange es in Deutschland keine staatlich oder wie auch immer institutionalisierte Qualitätskontrolle gibt, wird das Feld “Coaching” kein einheitliches Gesicht haben. Daher bleibt einem Interssenten oder potentiellem Coachee/Klient nichts anderes übrig, als sich genau zu informieren, und das am besten beim Coach und zusätzlich mit Referenzen. Im übrigen ist das nicht anders, wie bei der Suche nach einem kompetenten Anwalt, Arzt oder Handwerker. Und dort gibt es diese klaren und sauberen Regeln bzw. Gesetze.

Der Artikel erscheint mir ein wenig zur Promotion des eigenen Buchs von Herr Dr. Kühl veröffentlicht worden zu sein - im übrigen auch ein Form der Werbung: Artikel in Zeitschriften oder im Internet schreiben!

Mit Coaching durch die Krise?

Freitag, 28. November 2008 von Carsten Gans

Nach einer Umfrage der internationalen Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company in Kooperation mit der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ unter Führungskräften der ersten und zweiten Hierarchieebene halten 95% von 407 Teilnehmern Coachings für sinnvoll. Davon haben allerdings bisher nur 55% Erfahrungen mit Coachings gemacht, 31% planen im nächsten Jahr, die Unterstützung durch einen Coach zu suchen.

Warum haben dann so viele das sinnvolle Coaching noch nicht genutzt? Die Antwort der Befragten: die Manager kennen keine passenden Angebote oder haben keine Zeit.

Sind das Ausreden oder zeigt es einfach nur, dass Top-Manager wider besseren Wissens oder Gefühls nicht das tun, was sie für sinnvoll halten? – So oder so – bedenklich.

Mit besten Grüßen, Carsten Gans.

Selbst-Coaching oder die Kunst, sich selbst die richtigen Fragen zu stellen - Erkenntnisse aus der Finanzkrise - philosophisch und konkret

Donnerstag, 13. November 2008 von Carsten Gans

Was ist es eigentlich, was mich dazu motiviert, jeden Tag eine überregionale Zeitung aus Frankfurt zu lesen – welchen Nutzen habe ich davon, welches sind meine Motive, die mich dazu bewegen? Ich komme gleich zum wichtigsten: Es ist der Versuch, Muster zu erkennen, die den eigenen Lebensentwurf bestätigen, diesen erweitern oder womöglich ändern. – Eine Art Feinjustierung für eigene Grundsätze, Werte und daraus resultierendes Handeln.

Heute war es wiedereinmal soweit. Im Blättchen – Feuilleton – der FAZ hat Nassim Nicholas Taleb, Autor des Buches „Der schwarze Schwan“ und Chef einer Investment-Firma in den USA, in einem Interview seine Ansichten und Erklärungen für die aktuelle Finanzkrise veranschaulicht, nachdem er bereits 2002 einen Zusammenbruch der Finanzsysteme vorhergesehen hatte. Als Gründe, die dazu führten, sieht er unter anderem die Täuschung unseres Wissens und übermäßiges Selbstvertrauen. - Wie kommt er dazu?

Taleb hat als Richtlinie für sein privates und berufliches Handeln, so robust wie möglich zu sein. Wesentliche Schritte, das zu erreichen, sind:

-         Die Erkenntnis, dass wir die Welt, in der wir leben, nicht verstehen können. Wir haben keine Ahnung, wie mit dem Wissen umzugehen ist, und wir überschätzen uns dabei.

-         Als Konsequenz daraus, sollten wir für uns unbegreifliche Systeme nicht oder nur in Notfällen antasten.

Er sagt: „Wir sollten uns so genauso verhalten, wie unsere Vorfahren es getan haben“. Diese zunächst sehr fortschrittsfeindliche mit Sicherheit unpopuläre Satz scheint mir eine von mehreren guten Richtungsangaben zu sein.

Dazu passt auch folgender Satz: „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“ – einer von vielen Annahmen, die bereits seit vielen Jahren überliefert werden. – Wenn eine Annahme oder eine Regel sich solange halten kann, sollte man annehmen, dass darin ziemlich viel Wahrheit oder Weisheit steckt. Heutzutage gibt es eine unüberschaubare Vielfalt an Angeboten und scheinbarem Wissen. Zu erkennen, was davon hilfreich für uns persönlich ist und was davon wahr ist und somit als Richtlinie für das eigenen Handeln dienen kann, scheint immer schwieriger, gar unmöglich zu werden. Deshalb sollten wir dankbar sein für solche Sätze, die ein wenig Ordnung in das Chaos bringen.

Taleb ergänzt: Da unsere Welt geprägt ist von unvollständiger Information, werden wir häufig überrascht – scheinbar Zufälliges zumindest Unvorhergesehenes passiert. Das wird verständlich, wenn wir den Zeitpunkt betrachten, an dem z.B. ein Rind geschlachtet wird. Für das Rind, das über kein Wissen verfügt, ist der Tag der Tage völlig überraschend und scheinbar zufällig, für den Schlachter jedoch geplant. – Diese Zufälle teilt Taleb ein in mediokristane und extremistane. Mediokristane Zufälle sind ungefährlich, da sie keine große Auswirkung haben, während bei extremistanen Ereignissen große Risiken eingegangen werden, weil man in großer Unsicherheit handelt. Dadurch besteht die Gefahr von extremen Auswirkungen. Sein Beispiel: Du kannst über Nacht dein gesamtes Vermögen verlieren aber nicht dein gesamtes Körpergewicht.

Dazu erkenne ich beim Lesen einen weiteren selbst gepflegten Grundsatz, der in Kombination mit den vorigen ein hilfreiches Muster schärfer werden lässt:

„Keine Extreme auf Dauer“. Wenn einmal extrem, dann nur so, dass dadurch wirklich etwas verändert werden kann. Machen wir es wie unsere Natur seit Millionen von Jahren. Keine Extreme, nur von Zeit zu Zeit eine Sintflut, die reinigt und durch neue Meere für neue Lebensräume sorgt. Oder in kürzeren Zeitabschnitten gedacht: Ein Sturm oder Orkan alle paar Jahre sorgt dafür, dass die alten morschen Bäume Platz machen für die jungen, bei mehr Licht und reichlich Humus für das Wachstum. – Um bei der Wald-Metapher zu bleiben: Nachhaltigkeit im Umgang mit den Ressourcen: Nur soviel rausnehmen, wie in der gleichen Zeit im gleichen System neu entstehen kann. Und wenn ich das alleine nicht überblicken kann, lasse ich es einfach oder hole mir Hilfe für den Überblick. Für die eigene Entwicklung ist es hilfreich, von Zeit zu Zeit an die eigene Komfortgrenze reisen, um ein neues Land zu entdecken um dabei die eigene Komfortzone zu erweitern.

Das ist zu einfach? – Einstein soll gesagt haben: „Alles sollte so einfach wie möglich gemacht sein, aber nicht einfacher.“ – Zu einfach wäre es, statt eigene Muster zu entwerfen, einfach die von anderen unreflektiert zu übernehmen, im schlimmsten Fall die von amerikanischen Bankern. – Thomas Jefferson hat als 3. Präsident der USA vor über 200 Jahren bereits gesagt: „Banken sind gefährlicher als stehende Armeen“. – Da scheint etwas dran zu sein.

Wie sehen Sie die Dinge?

Mit besten Grüßen,

Carsten Gans.

Coaching und Auftragsklärung

Dienstag, 11. November 2008 von Rolf Söder

In einer Coaching-Sequenz ist die Phase der Aufträgsklärung eine ganz entscheidende. Nachdem der Coachee sein Problem geschildert hat, hat der Coach noch keinen Auftrag. Das ist ein eigenständiger Schritt, denn dabei wird der “Vertrag” zwischen Coach und Coachee geschlossen.

Daher muss in der Phase Auftragsklärung zum einen definiert werden, was der Coachee verändert haben möchte – und der Coach muss sich im Stande sehen und fühlen, den Auftrag auch anzunehmen.

Während der Auftragsklärung und Kontraktbildung wird aus dem Problem, welches der Coachee hat, ein Ziel oder eine Lösung.

Dazu stellt der Coach etwa Fragen wie:

- Was wäre ein gutes Ergebnis, wenn wir in ein Coaching einsteigen?

- Woran würdest Du merken, dass das Coaching ein Erfolg war?

- Wie würdest Du mir jetzt Dein Ziel beschreiben?

- Was hättest Du gerne anstatt des Problems?

- ……….etc.

Der Coachee beginnt nun seine Ziel-Phantasie zu beschreiben. Dabei ist es sehr wichtig, dass diese positiv beschrieben wird. Oft kommen Sätze wie,

„Ich will keinen Stress mehr haben!“

„Ich will mich nicht mehr ärgern!“

„Ich habe keine Lust mehr der Depp zu sein!“

etc…………..

Der Coachee beschreibt also, was er nicht will und nicht was er stattdessen will! Hier hat der Coach die Aufgabe zu fragen:

„Wenn Du nicht mehr………. willst, was willst Du denn anstatt?“

Dann erhält der Coachee ein klares Zielbild, was elementar wichtig für ein gelungenes Coaching ist. Eine Lösung oder ein Ziel sollte in der Formulierung kein „kein“ und kein „nicht“ enthalten. Das Unbewusste des Menschen kann nicht verneinen, auch das des Coachees nicht. Wenn er sich also das Ziel setzt „Ich will mich nicht mehr aufregen!“ Woran denkt er als erstes………….. klar ans Aufregen!

In der Auftragsklärungsphase kann der Coach für viel Motivation beim Coachee sorgen, in dem er ihn mental schon in die Zukunft schickt, wo das Problem bereits gelöst ist.

Das geschieht durch sinnesspezifische Fragen bezüglich des Zielzustands, also,

- Wie würdest Du Dich fühlen?

- Was würdest Du sehen?

- Was würdest Du hören?

Somit kann der Zielzustand sinnlich attraktiv für den Coachee werden und damit entsteht Veränderungs-Motivation.

Willkommen in unserem Coaching Blog!

Freitag, 22. August 2008 von Rolf Söder

Ein herzliches Willkommen in unserem Coaching Blog!

Hier werden die Partner des Coaching Werkes in Zukunft Beiträge rund ums Thema Coaching, Training, Persönlichkeitsentwicklung veröffentlichen.

Besucher haben die Möglichkeit Kommentare zu hinterlassen. Wenn auch Sie gerne zum Thema “Coaching” etwas veröffentlichen wollen, dann melden Sie sich einfach bei uns.

Viele Grüße und auf bald