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Outdoor-Coaching-Tage im Spessart

Dienstag, 03. August 2010 von Carsten Gans

Hallo und Grüß Gott aus dem Spessart,

wir laden Sie herzlich ein, zu unserem kostenlosen Info-Spaziergang am 11. August in die Nähe von Aschaffenburg zu kommen.
Ab 1700 Uhr stelle ich gemeinsam mit Waltraud Wagner Details zu Ablauf, Zielen und Methoden der Coaching-Tage für Frauen, Paare und Männer vor und beantworten gerne Ihre Fragen. Dabei haben Sie auch eine gute Gelegenheit, uns persönlich kennen zu lernen:

Weitere Informationen unter: http://www.natur-coaching.de/html/coaching-tage.html

Ich freue mich, Sie kennen zu lernen,
mit herzlichen Grüßen aus dem Spessart,
Ihr Carsten Gans.

Paar-Coaching-Tage im Spessart — kostenloser Informationsabend –

Montag, 11. Januar 2010 von Carsten Gans

Die Paar-Coaching-Tage sind für alle Paare geeignet, die vor einem Veränderungsprozess stehen oder sich in einem befinden und konkrete Lösungsmöglichkeiten für aktuelle Konflikte finden möchten.

Die 3-tägigen Paar-Coaching-Tage finden in 2010 vom 20.-22. Mai (Do.-Sa.) und vom 27.-29. August (Fr.-So.) statt.

Weitere Informationen unter: http://www.natur-coaching.de/html/coaching-tage.html

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, zu unserem kostenlosen Info-Abend am Mittwoch, den 20. Januar, nach Würzburg zu kommen.

Von ca. 2000-2130 Uhr stellen Carsten Gans und Waltraud Wagner gemeinsam die Details zu Ablauf, Zielen und Methoden der Paar-Coaching-Tage vor und beantworten gerne Ihre Fragen. Dabei haben Sie auch eine gute Gelegenheit, die beiden Coaches persönlich kennen zu lernen:

Kommen Sie in die Gesundheitspraxis LICHTKRAFT, Ludwigstraße 8a, 97070 Würzburg.  Informieren Sie Carsten Gans bitte über Ihr Kommen kurz per E-Mail an kontakt@natur-coaching.de - vielen Dank.

Mit herzlichen Grüßen aus dem Spessart, Carsten Gans und Waltraud Wagner.

 

 

 

Früher war die Zukunft auch besser

Montag, 09. März 2009 von Carsten Gans

…Viele würden in aktuell kriselnden Zeiten wie diesen wohl vorbehaltlos Karl Valentin zustimmen, von dem das Zitat stammt. Aber war die Zukunft früher tatsächlich besser, was war in der alten Gegenwart besser? Und wie sieht überhaupt unsere Zukunft aus? - Von Unterhosen, Zeitmessern und Freiheitsentzug durch Mobilität.

Ich denke es lohnt sich, einen genaueren Blick auf zwei Themen zu werfen, die immer enger miteinander verknüpft sind: Komfortzone und Zeit.

Wie war das früher mit der Zeit? - Rein statistisch gesehen, hatten die Menschen bis vor einigen Hundert Jahren weniger als die Hälfte der Lebenszeit zur Verfügung - von ca. 30 Jahren um 1500 bis heute ca. 80 Jahre. Während der Industriellen Revolution erhöhte sich die Lebenserwartung enorm, unter anderem wesentlich durch die Erfindung des Webstuhls. Erst dieser ermöglichte die weite Verbreitung von Stoffen, die dazu geeignet waren, hygienische Unterhosen herzustellen, die man im Intimbereich auf der Haut tragen und vor allem auch waschen konnte. Die Lebenszeit teilte sich wiederum zu etwa je einem Drittel auf in lebensnotwendige Zeit (Schlafen, Essen usw.), Arbeitszeit und Freizeit. Heute haben wir mit ca. 50% mehr Freizeit als je zuvor. Bei gleichbleibendem Anteil der lebensnotwendigen Zeit bei einem Drittel, müssen wir nur noch etwa 20% unserer Zeit arbeiten. Soweit zur Statistik - da die meisten unserer Vorfahren als Christen aber an eine Auferstehung und das ewige Leben glaubten, kehrt sich die Entwicklung für die große Mehrheit von “Ungläubigen” subjektiv um - das Leben ist so für viele unendlich kürzer geworden. Doch bleiben wir zunächst bei objektiven Maßstäben. Die mechanische Messung der Zeit beginnt flächendeckend Ende des 13. Jahrhunderts mit der Verbreitung von Räderuhren. Bis dahin waren Zeichen der Zeit unter anderem “der erste Hahnenschrei” und “der Einbruch der Dämmerung”. Die Zeitmessung durch Uhren gewann immer mehr an Bedeutung für die Organisation des menschlichen Lebens. In der Rechtsprechung galt bald der Grundsatz “Freiheitsentzug ist der Entzug von freier Zeit.”

Laut einer Umfrage des Forsa-Instituts haben etwa 60% der Deutschen die Vorsätze “weniger Stress” und “mehr Zeit für Familie, Freunde und sich selbst”. - Subjektiv empfinden also 60% der Deutschen, dass sie zu wenig freie Zeit haben. Objektiv betrachtet haben diese Menschen mehr als genug davon. - Was stimmt hier nicht? Anscheinend geht es nicht um das “Wieviel” sondern um das “Wie” - wie nutzen wir unsere freie Zeit? Eine Mehrheit in unserem schönen Land offensichtlich auf eine Art und Weise, dass die eigentlich freie Zeit als stressig und fremdgesteuert wahrgenommen wird. Einige neigen wohl auch dazu, einen großen Teil ihrer Zeit totzuschlagen, die dann natürlich auch nicht mehr zur Verfügung steht.

Ein einflussreiche Rolle bei dieser Art der Zeit-Gestaltung spielt vermutlich die fast ständige Erreichbarkeit und somit auch Verfügbarkeit per Handy. - Die effiziente Technik macht es möglich, zugleich unterwegs und erreichbar zu sein. - Ein Zustand, den es vor etwa 30 Jahren noch nicht gab. Ich denke, es lohnt sich, uns bewusst zu machen, dass dies ein zumindest ungewöhnlicher, vielleicht sogar unnatürlicher Zustand ist. Warum? Schon Heissenberg hat in seiner Unschärferelation erkannt:

  • Es ist nicht möglich, die Position und den Impuls eines Quantenobjektes gleichzeitig exakt zu messen.
  • Die Messung der Position eines Quantenobjektes ist zwangsläufig mit einer Störung seines Impulses verbunden, und umgekehrt.

Wenn also der Mensch X von A nach B unterwegs ist, kennen wir den Impuls von X, als Arbeitgeber von X sogar seine Motivation der Reise. Über sein Moblilfunk-Netz kennen wir darüber hinaus fast jederzeit seine aktuelle Position. - Nach Heissenberg ist es bereits zwangsläufig mit einer Störung von Impuls oder Position verbunden, wenn wir nur eines davon messen (siehe 2. Satz). Nun ist es uns sogar technisch möglich, beides gleichzeitig zu messen, was der Physiker gar nicht ‘vorgesehen’ hat.

Welch große Störung das verursachen kann, hat das deutsche Literatur-Genie Daniel Kehlmann (bekannt für seinen Bestseller “Die Vermessung der Welt”) im großen FAZ-Interview am 27.12.08 wie folgt umschrieben: “Man ist selbst ständig woanders, und zugleich führt man zu jedem Zeitpunkt ein Dutzend Konversationen mit Leuten, die über die halbe Welt verteilt sind. Das sind alles keine oberflächlichen Veränderungen. Was wir da mitmachen, ist eine große seelische Umwälzung.”…”Ich befürchte immer mehr, dass … wir tatsächlich eine Entwicklung erleben, die keinen Ausweg hat - oder wenn, dann nur einen Ausweg, den wir nicht wollen können, nämlich einen Totalzusammenbruch des Systems, eine ungeheure Katastrophe oder einen Weltkrieg.”… “Die Maschen des Netzes werden immer enger. Wenn es überhaupt einen Ausweg gibt, dann wird dieser nur Einzelnen offenstehen - als Luxus für reiche Erben.”

Die nicht ständige Erreichbarkeit als Luxus! - Freiheitsentzug durch Mobilität? Sind wir uns dessen wirklich bewusst? Probieren Sie es doch einmal aus. Verstecken Sie Ihr Handy irgendwo zu Hause in einer Kiste, ausgeschaltet selbstverständlich und rühren Sie es zwei Tage lang nicht an; und lassen Sie zwei Tage lang auch Ihren Laptop und Ihren PC aus. Wie fühlt sich das an? Haben Sie Entzugserscheinungen, haben Sie Kopfschmerzen oder können Sie schlecht schlafen? - Dann empfehle ich Ihnen zwei Heilmethoden aus der Volksmedizin, welche im Spessart noch im Jahre 1869 angewendet wurden: “Kopfschmerzen zu tilgen, trage man die Klauen einer Ziege auf bloßem Leibe oder binde sich die Sehnen desselben Tieres an Hände und Füße. Beides stillt die Schmerzen des Krampfes.” Und: “Nimm zwei Hasenohren, lege sie einem, der nicht schlafen kann, unter das Kissen.” - Wenn das nicht hilft, machen Sie doch bewusst, dass Sie nicht ständig jemanden brauchen, der Ihnen sagt, was Sie tun sollen, was er für Sie tun kann oder dass man Sie mag. “Jeder ist sich selbst am nächsten” könnte eine positive Bedeutung bekommen.

Mit besten Grüßen, Carsten Gans.